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Insider-Angriff: Bankdaten von zwei Millionen Vodafone-Kunden entwendet

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Kriminelle haben bei einem Einbruch in interne Server von Vodafone Deutschland Stammdaten für zwei Millionen Kunden entwendet. Laut Vodafone war der Angriff nur mit Hilfe von "hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen" durchführbar. Kopiert wurden personenbezogene Daten inklusive Namen, Adressen und Kontoinformationen. Die Firma ist sich nach eigenen Angaben sicher, dass Kreditkarten-Informationen, Passwörter, PIN-Nummern und Verbindungsdaten nicht betroffen sind.

Als das Unternehmen den Angriff entdeckte, erstattete es Anzeige. Mittlerweile hat die Polizei einen Tatverdächtigen identifiziert und eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Weitere Angaben konnte der Sprecher der Firma allerdings nicht machen. Die Sicherheitslücken, die den Einbruch ermöglichten, wurden von Vodafone in der Zwischenzeit geschlossen. Es scheint nur der deutsche Ableger der Firma betroffen.

Mit den erbeuteten Daten sei es kaum möglich, direkt auf die Bankkonten der Betroffenen zuzugreifen, erklärt Vodafone. Allerdings könnten die kompromittierten Informationen für Phishing-Attacken genutzt werden, um weitere Daten wie Passwörter und Kreditkarteninformationen abzufragen. Das Unternehmen rät seinen Kunden daher zu besonderer Vorsicht bei Anfragen per Mail oder Telefon. "Vodafone bedauert den Vorfall sehr und bittet alle Betroffenen um Entschuldigung", heißt es in der Erklärung der Firma. Diese würden derzeit per Brief informiert. Die Firma hat ebenfalls eine Online-Formular bereitgestellt, mit dem Kunden prüfen können, ob ihre Daten betroffen sind.

Update 12.9., 12.27 Uhr: Betroffen sind nach Angaben von Vodafone nur Mobilfunkkunden, keine Kunden mit Festnetz-Anschluss. (fab)