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Insolvente Bitcoin-Börse Mt.Gox gibt auf

Die einst größte Bitcoin-Börse der Welt ist am Ende: Berichten zufolge hat sie bei einem Gericht in Tokio die Auflösung der Firma beantragt. Firmenchef Karpeles will zu einer Anhörung des US-Finanzministeriums ebenfalls nicht erscheinen.

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Die insolvente Bitcoin-Börse Mt.Gox hat laut einem Bericht des Wall Street Journal ihre Sanierungspläne aufgegeben. Die Betreiber hätten stattdessen vor Gericht die Auflösung beantragt, berichtet die Zeitung und beruft sich dabei auf anonyme Personen, die mit der Situation vertraut seien.

Der in Tokio ansässige Marktplatz war seiner Zeit die größte Handelsplattform für die digitale Kryptowährung. Ende Februar meldete Mt.Gox Insolvenz an und gestand den Verlust von 850.000 Bitcoins ein. Ihren Wert bezifferten die Betreiber damals auf 473 Millionen US-Dollar. Später fand Mt.Gox rund 200.000 Bitcoins in einer angeblich vergessenen digitalen Geldbörse wieder.Wenn das Gericht dem Antrag der Betreiber zustimmt, würde als nächstes ein Insolvenzverwalter die Leitung der Firma übernehmen.

Der aktuelle Firmenchef Mark Karpeles sollte morgen vor der Anti-Geldwäsche-Abteilung des US-Finanzministerium in einer Anhörung befragt werden. Seine Anwälte teilten daraufhin am Montag mit, Karpeles habe nicht vor zu erscheinen. Das Wall Street Journal beruft sich auf Quellen, die ausgesagt hätten, Karpeles habe Angst, in den USA verhaftet zu werden. Mt.Gox hatte auch vor einem Insolvenzgericht in Dallas, Texas Insolvenz angemeldet.

Eine offizielle Stellungnahme von Mt.Gox oder dem mit dem Fall betrauten Tokioter Gericht gibt es noch nicht. Es wird erwartet, dass sich die Betreiber von Mt.Gox in den nächsten Tagen zum weiteren Vorgehen äußern. (dpa) / (fab)