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Security

Kaspersky: Angriffe auf Gamer nehmen zu

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Pünktlich zur anstehenden gamescom in Köln zieht Kaspersky ein paar Zahlen zu Gefahren für Gamer aus dem Hut. So seien dem Unternehmen derzeit 4,4 Millionen Gaming-spezifische Schadprogramme bekannt. Im Jahr 2012 sollen es erst 3,3 Millionen, im Jahr 2011 2,7 Millionen gewesen sein. Wie das Unternehmen unterstreicht, seien die Angriffe auf Gamer lukrativ. Zum einen ließen sich Spiele-Konto-Daten ausnutzen um etwa Online-Banking-Daten zu erhalten oder Käufe abzuschließen, zum anderen lassen sich geklaute virtuelle Gegenstände zu Geld machen.

Das Unternehmen analysierte die weltweiten Angriffsversuche zwischen Januar und Juni 2013. Insgesamt soll es zwei Millionen Attacken gegeben haben. Gamer in Deutschland stehen weltweit allerdings weniger im Fokus als Spieler aus anderen Ländern. So haben Spieler aus Vietnam (377.315), China (244.398) und Indien (136.860) die meisten Attacken zu erwarten. Russland folgt auf Platz vier mit 136.211 Attacken. Schon im Jahr 2012 lagen China, Indien und Russland an der Spitze. Deutschland liegt im weltweiten Vergleich hingegen nur auf Platz 25.

Im europäischen Vergleich hält sich Deutschland dafür seit 2012 stabil auf dem fünften Platz – und auch die restlichen Länder der Top 5 haben sich gehalten. Die Spanier trifft es auch in diesem Jahr mit 94.700 Angriffen am Schlimmsten. Danach folgen die Länder Polen (85.800), Italien (52.200), Frankreich (29.300) und Deutschland (18.300). Die Ukraine, Griechenland, Rumänien, Portugal und Serbien nehmen Platz sechs bis zehn im europäischen Vergleich ein. Gamer in Österreich und der Schweiz sind die Schlusslichter der Liste. Für sie waren nur rund 1.400 beziehungsweise 2.000 Angriffe zu verzeichnen, was Platz 14 und 15 entspricht.

Wie Kaspersky betont, werden Gamer vorzugsweise mit Phishing-Mails auf verseuchte Webseiten gelotst. Pro Tag würden Spieler durchschnittlich zehn E-Mails mit Links zu manipulierten Webseiten und mit schädlichen Anhängen erhalten. Außerdem verzeichnete das Unternehmen im Untersuchungszeitraum 2012 "rund 500 Browser-basierte Angriffe, die explizit gegen Gamer gerichtet" waren. Eine Gefahr lauere zudem in Updates aus unsicheren Quellen. Auf diese Weise könnten Trojaner installiert werden, die es auf Passwörter abgesehen haben.

Neben den Spielern sind aber auch die Videospielhersteller für Kriminelle interessant. Die "Winnti-Group" soll schon seit mehreren Jahren Zertifikate von Onlinespiele-Entwicklern und Herstellern abgreifen. (kbe)