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Kaspersky Free: Kostenloser Antiviren-Schutz ab sofort verfügbar

Die deutschsprachige Version des kostenlosen Virenwächters Kaspersky Free ist da. Der Scanner bringt die wichtigsten Schutzfunktionen, zugleich aber auch Werbung für die kostenpflichtigen Kaspersky-Produkte mit.

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Kaspersky Free: Kostenloser AV-Schutz seit heute verfügbar

(Bild: Screenshot)

Kaspersky hat am heutigen Donnerstag die bereits im Juli angekündigte deutschsprachige Variante seines kostenlosen Virenscanners Kaspersky Free für Windows zum Download bereitgestellt. Laut Pressemitteilung fußt Kaspersky Free auf derselben AV-Engine wie die kostenpflichtige Schutzprogramme des Herstellers. Der Funktionsumfang ist allerdings erwartungsgemäß geringer.

Das Produkt bietet einen Echtzeitschutz sowie die Möglichkeit, On-Demand-Scans durchzuführen. Unter Verwendung der ab Werk aktivierten Browser-Erweiterung "Kaspersky Protection" untersucht die Software eingehenden Web-Traffic und versucht, unsichere Verbindungen, Phishing-Versuche und Schadcode aufzuspüren. Zusätzlich sollen die Schutzkomponenten "IM-Anti-Virus" und "Mail-Anti-Virus" schädliche Links und Objekte in Instant-Messaging-Diensten und E-Mails blockieren.

Als Vorteil gegenüber anderen kostenlosen Security-Lösungen hebt Kaspersky die Werbefreiheit von Kaspersky Free hervor, klammert dabei jedoch Eigenwerbung für das gesamte Kaspersky-Portfolio aus. Dementsprechend beinhaltet die Benutzeroberfläche des Gratis-Scanners neben vier kostenlosen Schutzkomponenten zehn ausgegraute Felder für kostenpflichtige Funktionen. Will man diese verwenden, ist ein Upgrade fällig.

Der Gratis-Scanner verzichtet laut Hersteller auf ein Tracking der Nutzeraktivitäten und andere "Verletzungen der Privatsphäre für kommerzielle Zwecke". Die Teilnahme am Kaspersky Security Network (KSN) sei optional und könne über die Benutzeroberfläche jederzeit deaktiviert werden. Über das cloudbasierte KSN sammelt Kaspersky Informationen zu Malware-Angriffen, um seinen Echtzeitschutz zu optimieren.

... spart jedoch auch viele Komponenten der kostenpflichtigen Produkte aus. Das Upgrade ist kostenpflichtig.

(Bild: Screenshot)

Im Rahmen einer kurzen Testinstallation fallen die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten der verfügbaren Komponenten positiv auf. So ist es beispielsweise möglich, für jede Schutzkomponente zwischen drei Sicherheitsstufen zu wählen, Intensität, Intervall und Ausnahmen für den Scan zu definieren oder einzelne Komponenten zu deaktivieren. Klickt man auf eine der ausgegrauten Zusatzfunktionen wie etwa die "Kindersicherung" oder den "Sicheren Zahlungsverkehr", verweist die Software allerdings durchweg auf das kostenpflichtige Kaspersky Internet Security. Schöner wäre an dieser Stelle gewesen, dem Kunden – so, wie es die einzelnen ausgegrauten Felder suggerieren – das Aufrüsten des Scanners um ausgewählte Funktionen zu ermöglichen. (ovw)