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Kriminelle knacken Geldautomaten in Taiwan und sollen zwei Millionen Euro erbeutet haben

Der deutsche Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf hat bestätigt, dass Unbekannte in Taiwan mehrere Automaten des Unternehmens erfolgreich angegriffen haben.

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(Bild: megawatts86, CC BY-SA 2.0 )

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Unbekannte Kriminelle haben Geldautomaten des deutschen IT-Anbieters Wincor Nixdorf in Taiwan geknackt. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber heise Security. Die Nachrichtenagntur Reuters hatte zuvor berichtet, dass die Diebe dabei zwei Millionen Euro erbeutet haben sollen.

Einem Sprecher zufolge ermittelt Wincor Nixdorf aktuell in Zusammenarbeit mit den Banken, der Polizei und Sicherheits-Experten die Details der Angriffe. Aufgrund der laufenden Ermittlungen will das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen preisgeben.

Reuters geht von einem Hacker-Angriff aus; erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass die betroffenen Geldautomaten mit Schad-Code infiziert waren. Drei Großbanken in Taiwan sollen mittlerweile Geräte von Wincor Nixdorf aus Sicherheitsgründen außer Betrieb genommen haben. Insgesamt kommen Reuters zufolge 5000 Automaten des deutschen Herstellers in Taiwan zum Einsatz. Wincor Nixdorf ist auf Platz drei der führenden Geldautomaten-Herstellern der Welt.

Wie der Sprecher gegenüber heise Security versicherte, seien die Geldautomaten in Deutschland nach aktuellem Kenntnisstand "zum überwiegenden Teil gehärtet", sodass die in Taiwan ausgeführten Attacken hierzulande "weitestgehend ausgeschlossen werden können". (des)