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Kritische Lücke im Webserver nginx

Über einen speziell präparierten Request können Angreifer Code in den Server einschleusen.

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Durch eine kritische Schwachstelle im Webserver nginx können Angreifer Code in das System einschleusen und damit die Kontrolle übernehmen. Verwundbar ist die Stable-Version 1.4.0 sowie alle Development-Versionen seit 1.3.9. Der weit verbreitete 1.2.xer Versionszweig ist nicht betroffen. Die Entwickler haben die Lücke mit der Stable-Version 1.4.1 geschlossen. Wer die Development-Version einsetzt, sollte auf die abgesicherte Version 1.5.0 umsteigen. Darüber hinaus gibt es einen Patch.

Bei der Lücke handelt es sich um einen Pufferüberlauf auf dem Stack, der sich zum Einschleusen von Code missbrauchen lässt. Um einen verwundbaren Server zu kompromittieren, sendet der Angreifer einen speziell präparierten Request an den Server. Entdeckt wurde die Lücke von dem Sicherheitsexperten Greg MacManus von iSIGHT Partners Labs.

Wer nginx in einer verwundbaren Version betreibt, sollte umgehend handeln. Da es sich um ein Open-Source-Projekt handelt, kann man leicht nachvollziehen, an welcher Stelle im Code sich die Schwachstelle befindet. Damit ist der Grundstein zur Entwicklung eines passenden Exploits gelegt. (rei)