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Security

Let's Encrypt stellt jetzt mehr als die Hälfte aller SSL-Zertifikate aus

Immer mehr Admins verschlüsseln ihre Webseiten und greifen dabei zu Kostenlos-Zertifikaten von Let's Encrypt. Die Community-CA stellt nun mehr als die Hälfte aller Zertifikate für öffentlich erreichbare Webseiten.

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Let's Encrypt stellt jetzt mehr als die Hälfte aller SSL-Zertifikate aus

(Bild: HAKINMHAN / Shutterstock.com)

Etwas über zwei Jahre nach dem Start der gemeinnützigen Zertifizierungsstelle Let's Encrypt stellt diese nun über die Hälfte aller SSL-Zertifikate im Netz. Das geht aus einem Bericht des Statistikanbieters NetTrack hervor. Demnach hat Let's Encrypt im April zum ersten Mal die Hürde als Issuer von 50% aller SSL-Zertifikate in der NetTrack-Datenbank genommen. Die unter anderem von Mozilla, der Electronic Frontier Foundation (EFF), Cisco, Akamai und der Universität von Michigan gegründete CA erlaubt es Webseitenbetreibern, kostenfreie SSL-Zertifikate für ihre Webseiten auszustellen.

Entwicklung der Zertifizierungsstellen nach Prozent aller SSL-Seiten: Let's Encrypt in grün

(Bild: NetTrack)

Let's Encrypt (51 Prozent aller SSL-Webseiten) hat damit Comodo (15 Prozent) als größte Zertifizierungsstelle überholt. Allem Anschein nach geht der Zuwachs bei Let's Encrypt allerdings nicht primär direkt zu Lasten der Bezahl-CAs. Es sieht eher so aus, als habe das Angebot der Community-basierten Gratis-Zertifikate dazu geführt, dass einfach mehr Webmaster ihre Webseiten per SSL/TLS verschlüsseln. Darauf würde auch die NetTrack-Statistik zur Gesamtanzahl der Webseiten, die HTTPS erzwingen hindeuten. Nur-SSL-Seiten sind demnach von Mitte 2016 bis Anfang 2018 von 10 Prozent aller Webseiten auf 30 Prozent angestiegen und stabilisieren sich aktuell knapp unter 30 Prozent. (fab)