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Security

Linux springt bei Stromversorger in die Bresche

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Einem Bericht des Inquirer zufolge ist der australische Energieversorger Integral Energy nach einem Virusbefall möglicherweise nur deshalb an einem größerem Desaster vorbeigeschrammt, weil Mitarbeiter die befallenen Windows-PCs im Kontrollraum gegen Linux-Systeme austauschten. Damit war die Überwachung der Leittechnik wieder möglich. Laut Bericht wurden die Linux-Rechner eigentlich in der Entwicklungsabteilung eingesetzt.

Gestern war bekannt geworden, dass ein Virus die rund 1000 Windows-PCs im Verwaltungsnetzwerk des australischen Stromversorgers befallen hatte. Das Netzwerk der Prozessleittechnik, in dem die Stromerzeugung und Verteilung gesteuert wird, soll jedoch nicht direkt betroffen gewesen sein.

Um für Störungen zu sorgen, muss dies auch gar nicht passieren. Die Prozessleittechnik läuft zwar überwiegend automatisch, auf Störungen wird aber in der Regel manuell durch das Personal reagiert. Fallen die Visualisierungssysteme im Leitstand aus und tritt dann ein Fehlerzustand auf, kann das Personal diesen gar nicht oder zu spät erkennen, um rechtzeitig manuell einzugreifen.

Siehe dazu auch

(Daniel Bachfeld) / (dab)