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Security

Litauische Behörden setzen Nutzung von Kaspersky-Software aus

Öffentliche Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen in Litauen haben die Benutzung von Sicherheitslösungen des russischen Software-Herstellers Kaspersky nach einem Verbot der litauischen Regierung ausgesetzt.

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Kaspersky

Die Kaspersky-Zentrale in Moskau.

(Bild: dpa, Pavel Golovkin)

In Litauen haben öffentliche Behörden und bestimmte private Unternehmen die Benutzung von Sicherheitslösungen des russischen Herstellers Kaspersky ausgesetzt. "Alle Manager kritischer Informationsinfrastrukturen verwenden diese Software nicht mehr oder haben sie entfernt", sagte der Leiter des staatlichen Zentrums für Cybersicherheit, Rytis Rainys, am gestrigen Samstag der Agentur BNS.

Die Regierung in Vilnius hatte Ende 2017 den Einsatz der Software untersagt und eine Frist von 90 Tagen für die Umstellung gesetzt. Sie könnte die nationale Sicherheit gefährden, hieß es damals zur Begründung. Betroffen von dem Verbot sind außer staatlichen Stellen auch private Unternehmen bestimmter Wirtschaftssektoren wie etwa der Finanz-, Energie- und Transportbranche.

Litauen ist nach USA und Großbritannien das dritte Land, das vor dem Einsatz von Kaspersky-Software warnt oder diese sogar verbietet. Der russische Konzern ist auf Sicherheits- und Anti-Viren-Programme spezialisiert. Die Software wird auch in Deutschland häufig genutzt. Kaspersky hatte nach der Entscheidung der litauischen Regierung eine Prüfung juristischer Schritte angekündigt. Andere Anbieter wiederum verzeichnen seitdem ein verstärktes Interesse an ihren Cyber-Sicherheitslösungen in Litauen, wie die Wirtschaftszeitung "Verslo zinios" berichtete. (dpa) / (uma)