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Security

McAfee: Geklaute Kreditkartendaten 25 Dollar pro Stück auf dem Schwarzmarkt

Der Schwarzmarkt für geklaute Kreditkartendaten und persönliche Informationen floriert. Nun haben Sicherheitsforscher die aktuellen Preise für diese Art von Hehlerware beleuchtet.

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(Bild: McAfee Labs)

Wenn Zahlungsdaten und persönliche Informationen auf Servern abgegriffen werden, landen sie danach häufig in einschlägigen Foren und werden zum Verkauf angeboten. Die Intel-Tochter McAfee Labs hat sich nun angesehen, wie viel Geld Kriminelle für solche Daten verlangen. Mit geklauten Informationen von Kredit- oder Debit-Karten vom europäischen Festland lässt sich zwischen 25 und 45 US-Dollar je Karte verdienen. Karten von US-Amerikanern bringen hingegen nur 5 bis 30 Dollar.

Um die Daten zu verkaufen, braucht der Anbieter mindestens eine gültige Kartennummer, den CVV2-Code und das Ablaufdatum der Karte – damit lässt sich grundlegender Kreditkartenbetrug durchführen. Wenn der Verkäufer auch weiterreichende Informationen über das Opfer gesammelt hat, kann er mehr Geld verlangen. Bei diesen Informationen handelt es sich etwa um dessen Geburtsdatum und Wohnort. Die zusätzlichen Informationen kommen ins Spiel, wenn man etwa in das Bankkonto des Opfers einbrechen will.

Eine zum Verkauf angebotene Kreditkarte aus Deutschland.

(Bild: McAfee Labs)

In Untergrundforen kann man ebenso Login-Daten für Bezahlsysteme wie PayPal und Online-Banking-Apps kaufen. Diese Preise richten sich alleine nach dem Betrag, über den der Einbrecher verfügen kann. Konten mit einem Guthaben von 400 Dollar bringen so 20 Dollar im Verkauf, Konten mit 8000 Dollar Guthaben bringen etwa 300 Dollar. Beim Online-Banking hängen die Preise wohl auch stark davon ab, auf Konten in welchen Ländern man vom Konto des Opfers aus überweisen kann, ohne aufzufallen.

Aber nicht nur Karten- und Bezahldaten lassen sich verhökern. Auch Zugänge zu Streaming- und Musikdiensten sowie zu Bonusprogrammen aller Art werden angeboten. In der Regel sind diese für wenige Dollar zu haben. Die Sicherheitsforscher von McAfee fanden auch einige Schwachstellen in Industrie-Anlagen und anderen Systemen, die zum Kauf angeboten wurden. Allerdings beziffern sie diese Lücken nicht mit konkreten Preisen. (fab)