Alert!

Mehrere Sicherheitslücken in Grafikkarten-Treiber von Nvidia gestopft

Es gibt wichtige Sicherheitsupdates für Software und Treiber von Nvidia. Neben Windows ist auch Linux bedroht.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 13 Beiträge

(Bild: AFANASEV IVAN/Shutterstock.com)

Von

Wer eine Nvidia-Grafikkarte nutzt, sollte die Treiber aktualisieren. Passiert das nicht, könnten Angreifer Linux- und Windows-Computer mit verschiedenen Auswirkungen attackieren. Aktualisierte Software und Treiber lösen die Sicherheitsprobleme.

Neben dem GPU-Treiber für beispielsweise Grafikkarten der Geforce- und Quadro-Serie haben die Entwickler auch die Virtualisierungssoftware vGPU abgesichert. Von den zwölf Schwachstellen sind sechs mit dem Bedrohungsgrad "hoch" eingestuft.

Sind Attacken erfolgreich, könnten Angreifer sich höhere Nutzerrechte aneignen, Informationen leaken, Software via DoS-Angriff abstürzen lassen oder sogar Schadcode ausführen. Letzteres klingt kritisch, Angreifer müssen dafür aber lokalen Zugriff auf einen Computer haben. Das ist beispielsweise gegeben, wenn ein Angreifer an einem verwundbaren System angemeldet ist.

Linux-Systeme sind ingesamt nur von zwei Lücken im Treiber und einer Schwachstelle in vGPU betroffen, führt Nvidia in einer Warnmeldung aus. Dort finde man auch die CVE-Nummern der Lücken. Abgesichert sind die folgenden Versionen:

Linux-GPU-Treiber:

  • Geforce: 450.51
  • Quadro, NVS: 390.138, 440.100, 450.51
  • Tesla: 418.152.00, 440.95.01, abgesicherte R450-Treiber sollen Ende Juni folgen

Windows-GPU-Treiber:

  • Geforce: 451.48
  • Quadro, BVS: 392.61, 426.78, 443.18, 451.48
  • Tesla: 426.78, 443.18, abgesicherte R450-Treiber sollen Ende Juni folgen

Linux vGPU:

  • 8.4 (Treiber 418.149)
  • 9.4 (Treiber 430.99)
  • abgesicherte Treiber der 10er-Serie sollen Anfang Juli folgen

Windows vGPU:

  • 8.4 (Treiber 426.72)
  • 9.4 (Treiber 432.44)
  • abgesicherte Treiber der 10er-Serie sollen Anfang Juli folgen

Auf einer Website beschreibt Nvidia, wie man zum Beispiel unter Windows die installierte GPU-Treiber-Version prüfen kann. Computer-Herstellern hat Nvidia die abgesicherten Treiber 443.18, 446.06 und 451.55 zur Verteilung übermittelt. (des)