Messenger Google Allo kommt mit Signal-Verschlüsselung von Moxie Marlinspike

Krypto-Ikone Moxie Marlinspike schickt sich an, den gesamten Messenger-Markt mit seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufzurollen. Neben WhatsApp, Signal und Wire wird auch Googles neuer Messenger Allo darauf zurückgreifen.

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Der Inkognito-Mode des Messengers Allo.

(Bild: Open Whisper Systems)

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Googles neuer Messenger Allo verwendet zum Verschlüsseln privater Unterhaltungen das Signal-Protokoll von Moxie Marlinspikes Firma Open Whisper Systems. Das kommt bereits bei WhatsApp, Signal und in etwas abgewandelter Form auch bei Wire zum Einsatz. Noch ist die von Google auf der Entwicklerkonferenz I/O vorgestellte App Allo nicht erhältlich, Google will sie aber noch "im Sommer" für Android und iOS freigeben.

Im Gegensatz zu Signal und WhatsApp verschlüsselt Allo nicht alle Chats, sondern nur dann, wenn der Nutzer dies explizit aktiviert – Google nennt dies wie bei seinem Browser Inkognito-Modus. Details zur Umsetzung des Signal-Protokolls in der App will Moxie Marlinspike bekannt geben, wenn Google die App veröffentlicht hat. Das Protokoll gilt in der Krypto-Gemeinde als Positiv-Beispiel für die Umsetzung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung; Marlinspike genießt in der Szene ein hohes Ansehen. (fab)