Microsoft Defender: "Scan-Skip-Bug" mit Update KB4052623 anscheinend beseitigt

Das von Microsoft für den Windows Defender veröffentlichte Update KB4052623 scheint die Meldung, dass Elemente beim Scan übersprungen wurden, zu eliminieren.

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(Bild: Radu Bercan/Shutterstock.com)

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Seit der zweiten März-Woche meldete der Windows Defender auf manchen Windows-10-Systemen in den Versionen 1903 und 1909 im Anschluss an manuell angestoßene Scans, dass Elemente während der Prüfung übersprungen wurden. Und zwar ohne dass die betreffenden Nutzer solche Ausschlüsse selbst definiert hätten. In den Meldungen des Virenschutzes wurde lediglich nebulös auf "Ausschluss- oder Netzwerküberprüfungseinstellungen" als Gründe hingewiesen.

(Bild: Screenshot)

Weitere Details zum Verhalten des Defenders, das sich letztlich als nicht wirklich gefährlich erwies, haben wir in einer separaten Meldung beschrieben. Der Autor dieser Meldung kommunizierte das Problem seinerseits auch an Microsoft.

Wo es zuvor lediglich einen inoffiziellen Workaround gab, hat Redmond nun offenbar nachgebessert: Zum 24. März veröffentlichte das Unternehmen das Update KB4052623 für die Windows Defender-Plattform von Windows 10 und Windows Server 2016/2019.

Der Supportbeitrag zum Update gibt nur allgemein an, dass das Paket monatliche "Updates und Fehlerbehebungen für die Antischadsoftware-Plattform von Windows Defender" enthalte, die von Windows Defender Antivirus in Windows 10 verwendet wird. Von einer Korrektur des Scan-Skip-Bugs ist nichts zu lesen.

Bereits kurz nach Freigabe von KB4052623 erreichten den Autor dieses Beitrags allerdings mehrere Leserhinweise, dass die bisherige Meldung zu beim Scan übersprungenen Elementen nach der Update-Installation nicht mehr angezeigt wurde. Auch auf dem Testsystem des Autors ließ sich die Meldung zu den übersprungenen Elementen im Anschluss an die Aktualisierung nicht mehr erzeugen.

Zwei Leser berichteten gegenüber dem Autor allerdings, dass die Elemente auch nach dem Update auf ihren Systemen weiterhin übersprungen worden seien.

Update 25.03.20, 17:18:

Kleine Ergänzung: Besagtes Update hebt die Antimalware-Clientversion offenbar auf Version 4.18.2003.8 an.

(Bild: borncity.com)

Einige Medien weisen auf den seltsamen Umstand hin, dass sich in Microsofts Update-Katalog mehrere Einträge zu KB4052623 finden (eine davon bereits von Ende Februar). Allerdings trägt die Variante vom 24. März eine neuere Versionsnummer und ist als einzige als "Definitionsupdate" gekennzeichnet.

(Update 20:30: Ergänzung zum "erfolglosen" Update zweier Leser im Fließtext.) (ovw)