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Security

Microsoft Security Essentials fallen bei AV-Test durch

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Die kostenlosen Microsoft Security Essentials (MSE) haben im aktuellen Vergleichstest von AV-Test als einziges Virenschutzprogramm nicht die Anforderungen für die Zertifizierung erfüllt. Das Labor gibt im Zweimonatsrhythmus seine Ergebnisse heraus. Im Vortest hatte der Microsoft-Scanner noch gut genug abgeschnitten, um zertifiziert zu werden. Zuletzt durchgefallen ist MSE vor zwei Jahren.

AV-Test untersucht die Schutzleistung, die Bedienbarkeit und die Desinfektionsleistung der Schutzprogramme, wobei die Testkandidaten zusammengefasst bestenfalls 18 Punkte erreichen können. Für das Zertifikat sind mindestens 11 Punkte nötig, an denen MSE mit 10,5 Punkten leicht vorbei geschrammt ist. Vor zwei Monaten hat Microsofts Virenschutzprogramm noch 12,5 Punkte erreicht.

Der Rückgang zieht sich durch alle Bereiche: jeweils einen halben Punkt beim Schutz und Bedienbarkeit und einen ganzen bei der Desinfektion. Bei der Schutzleistung geht dies vor allem darauf zurück, dass MSE weniger aktuelle Bedrohungen blockiert hat: Von frisch eingetroffenen Malware-Samples hat MSE im Oktober etwa nur 64 Prozent erkannt, während der Durchschnitt bei 89 Prozent liegt. Zwei bis drei Monate alte Schädlinge erkannte MSE zu 90 Prozent, der Durchschnitt liegt bei 97 Prozent.

"Wir können MSE im aktuellen Zustand nicht mehr empfehlen", erklärte AV-Test-CEO Andreas Marx gegenüber heise Security. "Andere getestete kostenlose Programme wie Avast, AVG, Avira oder Check Point (ZoneAlarm) bieten in diesem Bereich [Schutz, Anmerkung der Redaktion] eine deutlich bessere Leistung. Auch die Reparaturleistung ist in den meisten Fällen höher", fügte er hinzu. Punkten konnte MSE im Test vor allem mit guten Werten bei Ressourcenverbrauch und wenigen Fehlalarmen. (rei)