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Microsoft: Sprunghafter Anstieg der Angriffe auf persönliche Daten

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Einen sprunghaften Anstieg von Angriffsversuchen durch Trojaner, Keylogger und Spionageprogramme will Microsoft in der ersten Jahreshälfte 2007 verzeichnet haben: 500 Prozent mehr Schädlinge als in den sechs Monaten zuvor hätten versucht, an persönliche Informationen von Anwendern zu kommen. Zwei der Trojanerfamilien, die durch Microsofts Malicious Software Removal Tool (MSRT) entdeckt und entfernt werden können, hätten es gezielt auf Bankinformationen abgesehen. Unter anderem beruhen die Ergebnisse auf den von OneCare, Windows Defender und dem MSRT gesammelten Daten.

Die von Microsoft auf der derzeit in London stattfindenden RSA Conference Europe veröffentlichte Sicherheitsstudie enthält weitere, wenig erfreulich Zahlen. So wurden in der ersten Jahreshälfte 2007 rund 31 Millionen Phishing-Versuche registriert, was laut dem Security Intelligence Report einer Steigerung von 150 Prozent entspricht.

Darüber hinaus hat Microsoft Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als 3600 Sicherheits-, Datenschutz- und Marketing-Verantwortlichen in Deutschland, Großbritannien und den USA veröffentlicht. Demnach soll eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Sicherheits-, Datenschutz- sowie Marketing-Managern wichtig sein, um Gefährdungen und Sicherheitslücken zu vermeiden. In den letzten zwei Jahren seien Organisationen mit ungenügender Kooperation mehr als doppelt so häufig von Diebstahl von Kundendaten betroffen gewesen wie Unternehmen, deren Abteilungen gut zusammenarbeiten.

78 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen gingen davon aus, dass ihre Marketingkollegen sie ansprechen, bevor sie persönliche Informationen sammeln oder nutzen. Allerdings würden nur 30 Prozent der Marketing-Manager tatsächlich Bescheid geben. Gleichwohl gaben aber 65 Prozent der Befragten aus dem Marketing an, dass der Erhalt und die Verbesserung des Rufs des Unternehmens eines der wichtigsten Motive für den Datenschutz ist. (dab)