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Microsoft soll Linux-Version von Windows Defender ATP für 2020 planen

Nachdem dieses Jahr Microsofts Schutzsoftware Defender ATP für macOS erschien, soll Medienberichten zufolge 2020 eine Linux-Version folgen.

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(Bild: Microsoft)

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Ursprünglich verteidigte Microsofts "Windows Defender" ausschließlich das eigene Betriebssystem gegen Malware und andere Bedrohungen. Das hat sich geändert: Seit März gibt es die Schutzsoftware, die jetzt "Microsoft Defender Advanced Threat Protection (ATP)" heißt, auch für macOS-Systeme.

In einem Interview mit der IT-News-Website ZDNet soll Microsofts Corporate Vice President for Microsoft's M365 Security, Rob Lefferts, nun eine Linux-Version der Software angekündigt haben. Weitere Details, etwa zur Zielgruppe des Angebots oder zum genauen Erscheinungstermin, nennt der ZDNet-Artikel nicht; auch gibt es noch keine offizielle Ankündigung von Microsoft.

Eine Anfrage von heise online an Microsoft bezüglich Defender ATP für Linux blieb bislang unbeantwortet.

Indirekt sind die Schutzmechanismen der Windows-Variante des Defenders, zumindest für Firmenkunden, bereits seit 2017 auch auf Linux-, macOS-, iOS- und Android-Systemen nutzbar. Dabei werden – wie etwa in diesem Blogeintrag zur Einführung der Funktion beschrieben – Sicherheitsanwendungen der Microsoft-Partner Bitdefender, Lookout, SentinelOne und Ziften auf Endgeräten mit den genannten Betriebssystemen installiert und kommunizieren von dort aus mit dem Defender auf dem Windows-System.

Nach erfolgter Integration werden auf den Firmengeräten eintretende (Sicherheits-)Ereignisse auf der zentralen ATP-Konsole angezeigt. In Abhängigkeit von Arbeitsweise und Funktionsumfang des jeweiligen Partnerprodukts ist es auch möglich, über die Defender-Konsole direkt auf Bedrohungen zu reagieren.

Eine eigene Linux-Version von Defender ATP würde Firmenkunden in diesem Zusammenhang (mehr) Unabhängigkeit von Partnerprodukten und bestenfalls die Möglichkeit der Nutzung einer einheitlichen Schutzsoftware innerhalb ihres Unternehmens bescheren.

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(ovw)