Mirai-Botnetz versuchte sich im Bitcoin-Mining

Die Drahtzieher des Botnetzes haben IBM zufolge IoT-Geräte zum Schürfen von Bitcoins missbraucht. Dabei handelt es sich offenbar um einen Testballon.

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(Bild: Jason Benjamin, CC0 1.0 )

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Wenn gekaperte IoT-Geräte gerade keine DDoS-Attacken fahren, sollen sie Bitcoins schürfen. So kann man die Erkenntnisse von IBM-Sicherheitsforschern zusammenfassen.

Sie sind eigenen Angaben zufolge auf eine neue Version der Mirai-Software gestoßen, die eine Bitcoin-Mining-Komponente enthält. Diese soll Ende März IoT-Geräte befallen und Bitcoins geschürft haben. Mittlerweile soll diese Aktivität aber wieder gen Null zurück gegangen sein.

Im Einzelnen kann dieser Ansatz jedoch kaum Gewinn für die Mirai-Drahtzieher abwerfen, da die Rechenleistung von IoT-Geräten in der Regel zu gering ist für lukratives Bitcoin-Mining. IBM skizziert jedoch, dass Mirai-Entwickler künftig mehrere infizierte IoT-Geräte zum Schürfen im Verbund abkommandieren könnten – beobachtet haben sie das jedoch noch nicht.

Zuletzt wurde bekannt, dass das Mirai-Botnetz DDoS-Angriffe auf dem Application Layer ausführen kann. Diese sind schwer zu entdecken und damit auch relativ schwer abzuwehren. (des)