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Security

Mutmaßlicher Drahtzieher der Passwortbörse LeakedSource in Kanada vor Gericht

Die Bundespolizei der Mounties klagt in Kanada einen Mann an, der die illegale Passwortbörse LeakedSource betrieben haben soll. Diese ging vor einem Jahr plötzlich offline.

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Drahtzieher der Passwortbörse LeakedSource vor Gericht

(Bild: RCMP auf Twitter )

Die kanadischen Mounties haben einen Mann angeklagt, der beschuldigt wird, die Passwortbörse LeakedSource betrieben zu haben. Wie die Bundespolizei Royal Canadian Mounted Police (RCMP) auf ihrer Webseite bekannt gab, hatte sie den Mann seit Mitte 2016 gejagt – die Ermittlung lief unter dem Decknamen "Project Adoration".

Der Angeklagte aus Ontario wurde am 22. Dezember 2016 verhaftet, er soll 247.000 kanadische Dollar (umgerechnet etwa 162.000 Euro) mit dem illegalen Verkauf von Passwörtern verdient haben. Der Angeklagte sieht sich mit mehreren Computer-Delikten konfrontiert, die ihm zwischen fünf und zehn Jahren Gefängnis einbringen könnten.

3,1 Milliarden gehackte Accounts

LeakedSource war seit 2015 online und hatte zu Hochzeiten einen Bestand von 3,1 Milliarden gehackten Accounts verschiedener Webdienste, die gegen Zahlung einsehbar waren. Dabei hatten Nutzer auch Zugriff auf Passwörter im Klartext. Der Drahtzieher der Seite soll geschützte Kennwörter zum Teil sogar selbst aufgebrochen haben. Dafür stand das Portal seit Anbeginn in der Kritik. Vor fast genau einem Jahr, im Januar 2017, verschwand es dann aus dem Netz. Schon damals wurde vermutet, die Hintermänner seien festgenommen worden.

Aufgrund des Datenbestandes von LeakedSource wurden Journalisten etwa auf Hacks des Sex-Dienstes Adult Friend Finder und der Foren des Mobile-Spiels Clash of Kings aufmerksam.

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(fab)