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Nach Bild-Spam nun PDF-Spam

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"Er aber, Siddhartha, schuf. Und er warf sich ins Gras und weinte." Was anfängt wie eine Dichtung von Hermann Hesse entpuppt sich als nächste Generation von Spam-Mails. Derzeit kursieren sie massenhaft. Um die Spam-Filter auszutricksen, enthält der eigentliche Text der Spam-Mail zwar leicht wirre Phrasen, die lassen aber bei der Prüfung durch den Spam-Filter kaum Verdacht auf Junk-Mails aufkommen. Im Anhang steckt dann allerdings profanes Stock-Spam: In einem PDF-Dokument wird für Aktien der Firma Talktech geworben. Da mittlerweile auf jedem PC ein PDF-Reader installiert ist, dürfte es beim Öffnen des Dokuments keine Probleme geben. Und die Spam-Filter analysieren derzeit noch keine PDFs.

Angebliche Insider-Tipps in "Stock-Spams" sollen Privatanleger dazu verleiten, schnell zuzuschlagen.

Das Ziel der Auftraggeber derartiger Spam-Wellen ist klar: Sie kaufen Papiere zum günstigen Kurs, wollen den Preis der Aktie in die Höhe treiben und dann schnell ihren Gewinn mitnehmen. Das betroffene Unternehmen hat in der Regel mit solchen Manipulationsversuchen nichts zu tun. Dass Aktien-Spams die Kursverläufe tatsächlich beeinflussen können, zeigten Studien bereits Anfang des Jahres 2006.

Mit den PDF-Spam-Mails haben die Spammer ähnlich wie Ende des Jahres 2006 mit Bilder-Spams einen neuen Weg gefunden, die Filter auszutricksen. Die Bilder-Spams, deren GIFs sich ständig veränderten, waren nur schwer in den Griff zu bekommen. Allerdings sind die diesmal beigefügten PDF-Dokumente, abgesehen von Dateinamen, alle gleich. Anhand der identischen Prüfsumme sollten sich derartige Anhänge erkennen und ausfiltern lassen. Es ist aber damit zu rechen, dass die Spammer auch die PDFs demnächst dynamisch generieren werden.

Siehe dazu auch:

(dab)