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Netzwerkscanner: Nmap 7.80 mit neuen Skripten und verbesserter Paketerfassung

Ein Jahr lang haben die Entwickler vor allem an der Verbesserung der Paketerfassungs-Bibliothek Npcap gearbeitet.

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Der Netzwerkscanner in Aktion im Film "The Matrix Reloaded".

(Bild: nmap.org)

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Admins und Hacker kennen nmap als unverzichtbares Tool zur Aufklärung unbekannter oder ungewohnter Netzwerk-Infrastruktur. Dem Rest der Welt ist dessen Kommandozeilen-Output vor allem unbewusst durch Auftritte in unzähligen Filmen und Serien bekannt. Wenn der Regisseur Hacker-Optik haben will, greifen auch Hollywood-Techniker oft zu dem Open-Source-Tool.

Eine neue Version des Netzwerk-Scanners bringt nun, pünktlich zur Hacker-Konferenz DefCon in Las Vegas, viele Verbesserungen mit. Nmap 7.80 ist die erste volle Version der Software, welche deren Entwickler in über einem Jahr veröffentlicht haben.

Die Wartezeit erklärt Chefentwickler Gordon Lyon (auch bekannt unter dem Pseudonym Fyodor Vaskovich) damit, dass man fleißig an der Paketerfassungs-Bibliothek Npcap gearbeitet habe. Diese Eigenentwicklung der Nmap-Leute basiert auf dem alternden Windows-Packet-Capture-Modul Winpcap und soll es ersetzen.

Npcap funktioniert auf Windows 10 um einiges besser als sein Vorgänger und wird außer bei nmap ebenfalls von anderen Programmen wie Wireshark eingesetzt. Das nmap-Projekt hat eine Tradition, bewährte, aber leider nicht mehr gepflegte Tools einzusammeln und dann sogar zu verbessern. So haben die nmap-Entwickler früher bereits die universellen Netzwerk-Tools netcat (ncat) und hping (nping) eingemeindet.

Neben den Verbesserungen an Npcap enthält nmap über achtzig andere Verbesserungen, die sich in den Windows-, Linux-, BSD- und macOS-Versionen des Programms parallel niederschlagen.

Elf neue Analyse-Skripte bringen die Gesamtzahl der NSE-Skripte des Paketerfassungs-Tools auf 598. Eine ausführliche Liste der Änderungen gibt es im Changelog auf nmap.org und dort können auch ausführbare Binärdateien und der Quellcode von nmap 7.80 heruntergeladen werden. (Fabian A. Scherschel) / (fab)