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Security

Neuseeländer soll Botnetz mit 1,3 Millionen Computern gesteuert haben

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Ein 18-Jähriger wird in Neuseeland verdächtigt, mehr als 1,3 Millionen Computer weltweit mit einem Wurm infiziert und damit ein Botnetz aufgebaut zu haben, über das die infizierten Computer ohne Wissen deren Anwender unter anderem zu DDoS-Angriffen benutzt wurden. Unter anderem soll das Botnetz für einen Angriff auf IRC-Server und Systeme von Sicherheitsfirmen eingesetzt worden sein, bei dem versehentlich auch ein Server der Universität von Philadelphia lahmgelegt wurde, berichten australische und neuseeländische Medien.

Der Neuseeländer, der unter dem Codenamen "AKILL" operiert haben und für seine Zwecke den Wurm AKBot eingesetzt haben soll, sei unter Mitarbeit des FBI festgenommen worden und werde verhört, berichtete die neuseeländische Polizei. "Er ist sehr clever", sagte der Chef der Abteilung für Computerkriminalität, Maarten Kleintjes, laut dpa, "er ist einer der Weltbesten bei der Entwicklung dieser Art von Software."

Der 18-Jährige soll weltweit eine ganze Bande dirigiert haben, die unter dem Namen "A-Team" mit Schwerpunkten in Neuseeland, den Niederlanden und den USA operierte. Der entstandene Schaden wird auf umgerechnet 13,5 Millionen Euro geschätzt. Im Zuge der Razzia seien Rechner beschlagnahmt worden, die nun untersucht würden.

Das FBI erklärte parallel zu der Aktion in Neuseeland, im Rahmen der seit Juni laufenden Operation "Bot Roast" seien acht Verdächtige angeklagt worden und hätten sich schuldig bekannt oder seien wegen Botnet-Aktivitäten verurteilt worden. Zusätzlich seien 13 Haftbefehle ausgestellt worden. (jk)