Opera: Version 50 soll vor Krypto-Mining im Browser schützen

Auf immer mehr Webseiten lauern Skripte, die unbemerkt CPUs anzapfen, um Kryptowährungen zu schürfen. Die neue Opera-Version enthält mit "NoCoin" einen eingebauten Schutzmechanismus gegen diese Masche.

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(Bild: Opera)

Von
  • Olivia von Westernhagen

Die ab Januar 2018 verfügbare Version 50 des Browsers Opera wird voraussichtlich ein neues Feature namens NoCoin enthalten, das Nutzer vor JavaScript-basiertem Krypto-Mining auf Webseiten schützen soll. Wie aus einem Blogeintrag der Opera-Entwickler hervorgeht, soll NoCoin künftig als Filteroption Bestandteil des browsereigenen Adblockers sein.

Momentan befindet sich NoCoin noch in der Entwicklungsphase. Interessierte können das Anti-Mining-Feature in Kombination mit der Beta-Version von Opera 50 dennoch bereits einem Testlauf unterziehen. Die Download-Links der Windows-, Linux- und macOS-Versionen von Opera 50 beta RC sind Operas Blogeintrag zu entnehmen.

Mit NoCoin reagiert Opera auf die zunehmende Attraktivität des virtuellen Geldscheffelns für Kriminelle: Viele von ihnen – so wie jüngst die Gang hinter der Ransomware "Venuslocker" – verlagern ihre Aktivitäten weg von vergleichsweise aufwändigen Erpressungs-Aktionen hin zum Mining von Monero, zCash und Co. auf fremden CPUs. In der Folge verstecken sich auf immer mehr Webseiten Code-Schnippsel, die ungefragt Rechenleistung von den PCs ihrer Besucher abzwacken.

Viele Softwarehersteller reagierten bereits mit Schutzvorkehrungen auf den unerfreulichen Trend. (ovw)