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Oracles Januar-Patches schließen 86 Lücken

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Wie angekündigt, hat Oracle am gestrigen Dienstag sein erstes Critical Patch Update 2013 veröffentlicht. Die Sammlung enthält 86 Korrekturen für Sicherheitslücken, von denen die gravierendsten den Höchstwert 10 des Common Vulnerability Scoring System (CVSS) erreichen.

Diese beiden Lücken (CVE-2013-0361, CVE-2013-0366) finden sich in Oracle Mobile Server, der früher Oracle Lite 10g hieß. Sie ermöglichen es einem nicht authentifizierten Angreifer über das Netz volle Kontrolle über das System zu erlangen. Drei weitere Schwachstellen (CVE-2013-0362, CVE-2013-0363, CVE-2013-0364) eröffnen ohne Anmeldung Remote-Zugriff auf die Daten des Servers. Betroffen sind die Mobile-Server-Versionen 10 und 11.

In Oracles Datenbank-Modul Spatial wurde ebenfalls eine Lücke (CVE-2012-3220) geschlossen, die dem Angreifer auf Windows-Systemen vollen Zugriff auf das System gewährte. Dazu muss er jedoch beim Datenbankserver angemeldet sein und das Privileg CREATE TABLE besitzen.

Die meisten Fehler behebt Oracle in der freien Datenbank MySQL: Dort schließt es 18 Lücken. Zwei davon sind Speicherfehler (CVE-2012-5612, CVE-2012-5611), die ein angemeldeter Benutzer ausnutzen konnte, um den Server abstürzen zu lassen oder beliebigen Code auszuführen. Im freien MySQL-Clone MariaDB wurden diese Bug bereits Anfang Dezember 2012 behoben. Vor zwei Wochen hatte Oracle die MySQL-Versionen 5.1.67 und 5.5.29 veröffentlichen, die den Fehler ebenfalls korrigieren.

Weitere Schwerpunkte dieser Patch-Sammlung sind Enterprise Manager Grid Control (13), PeopleSoft PeopleTools (12 Patches), Siebel CRM (10), Fusion (9) und Solaris (8). Für einen Bug in Fusion (CVE-2012-0022) hat sich Oracle fast ein Jahr Zeit gelassen: Veröffentlicht wurde der Fehler in Apaches Applicationserver Tomcat am 17.1.2012. Die Apache-Entwickler hatten bereits im November 2011 eine korrigierte Version freigegeben. (ck)