PGP warnt vor Update auf Mac OS X 10.6.5

Aufgrund eines inkompatiblen Bootloaders booten Systeme mit PGP Whole Disk Encryption nach der Installation des Updates nicht mehr.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Der zu Symantec gehörende Spezialist für Datenverschlüsselung PGP warnt Anwender vor einem Update auf die Mac-OS-X-Version 10.6.5. Systeme mit PGP Whole Disk Encryption (WDE) würden anschließend nicht mehr booten. Bereits gestern klagten Anwender über Probleme und tauschten Tipps für Workarounds aus.

Ursache des Problems ist, dass das Apple-Update einen inkompatiblen Bootloader boot.efi installiert beziehungsweise den bereits installierten überschreibt. In der Folge ist ein Zugriff auf die verschlüsselte Partition nicht mehr möglich.

PGP empfiehlt Anwendern, vor der Installation des Updates das System zu entschlüsseln, dann das Update zu installieren und anschließend das System wieder zu verschlüsseln. Für Anwender, die dem Update bereits zum Opfer gefallen sind, hat PGP eine Anleitung veröffentlicht, wie sie ihr System reparieren können. Dazu müssen Betroffene zunächst das Image für eine Recovery-CD herunterladen, brennen und damit das System booten. Bleibt zu hoffen, dass Anwender Zugriff auf ein weiteres System haben, mit dem sie die CD anfertigen können. Um für künftige derartige Probleme gewappnet zu sein, könnte sich die Lektüre des Herstellerdokuments "PGP Whole Disk Encryption: Recovering Data (Mac OS X)" (PDF) lohnen.

Warum das Problem nicht vorher aufflel ist unklar. Üblicherweise erhalten Partner von Apple einige Wochen vorher eine Version des Mac-OS-X-Updates zum Testen. In den Foren wird spekuliert, ob PGP das Problem nicht rechtzeitig weitermeldete oder Apple kurzfristig eine Änderung am Update vornahm. (dab)