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Patch gegen Spectre: Aktualisierte Nvidia-Grafiktreiber für GeForce und Quadro, Tesla-Treiber später

Nutzer von Nvidia-Grafikkarten sollten die neuen Grafiktreiber schnellstmöglich installieren. Sie enthalten Patches, die die Anfälligkeit für erfolgreiche Spectre-Attacken senken.

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Patch gegen Spectre: Aktualisierte Nvidia-Grafiktreiber für GeForce und Quadro

Besitzer von Nvidia-Grafikkarten sollten schnellstmöglich ihren Grafiktreiber updaten.

(Bild: Nvidia)

Nvidia hat neue Versionen von Grafiktreibern zum Download bereit gestellt, die Anpassungen gegen die jüngst bekannt gewordenen Sicherheitslücken enthalten. Die Änderungen am Grafiktreiber betreffen sowohl die Consumer-Serie GeForce als auch die Profi-Serien Quadro, NVS und Tesla.

CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre

Nvidia zufolge sind die bisherigen Nvidia-Treiber für die Spectre-Sicherheitslücken anfällig. Die gepatchten Treiber sollen dabei vor einer der drei von Google veröffentlichten Angriffsszenarien schützen (Variante CVE-2017-5753). Für Variante 2 (CVE-2017-5715) stellt Nvidia noch künftige Updates in Aussicht. Für das Angriffsszenario 3 (CVE-2017-5754, Meltdown) ist der Grafiktreiber laut Nvidia nicht anfällig.

Nutzer von Büro- und Spielergrafikkarten der GeForce-Familie laden den je nach Windows-Betriebssystem (Windows 7, 8, 8.1, 10) bis zu 430 MByte großen Treiber GeForce 390.65 WHQL; Nutzer von Linux, FreeBSD oder Solaris greifen zum GeForce 390.12 oder GeForce 384.111. Nvidia zufolge enthält der Linux-Treiber dabei Anpassungen, um mit den jüngsten Sicherheits-Patches von Linux kompatibel zu sein. Alle Treiber stehen sowohl für 32- als auch 64-Bit-Betriebssysteme bereit. Der GeForce-Treiber unterstützt Grafikkarten der Serien GeForce 400, 500, 600, 700, 900, GeForce 1000 und Nvidia Titan.

Nutzer der Profigrafikkartenserie Quadro und der Multi-Monitor-Serie NVS greifen entweder zum ODE-Treiber R390 U1 (390.65) WHQL oder zum Quadro R384 U7 (386.07) – beide Treiberversionen enthalten schon die Sicherheitsanpassungen. Die Quadro-Treiber funktionieren mit Quadro-Grafikchips aus der Architekturserien Kepler, Maxwell und Pascal.

Für die Profi-Rechenkarten der Tesla-Familie hat Nvidia bis dato noch keinen sicherheitsaktualisierten Treiber bereitgestellt. Allerdings hat die Firma eine ungefähre Zeitspanne bis zur Veröffentlichung bekannt gegeben: noch in dieser Woche soll es eine gepatchte 384er-Version geben, in der Woche vom 22. Januar schließlich eine aktualisierte R390-Version.

Die Anfang Januar bekannt gewordenen Sicherheitslücken Meltdown und Spectre ermöglichen es Angreifern, sensible Daten aus Speicherbereichen auszulesen. Zahlreiche Hersteller haben bereits Sicherheitshinweise und Updates zu ihren Produkten veröffentlicht, die sich in einer auf heise online ständig gepflegten Liste finden lassen.

(mfi)