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Patchday Microsoft: Wer Mails via Outlook empfängt, lebt gefährlich

Microsoft schließt diesen Monat insgesamt 54 Sicherheitslücken in Windows & Co. Davon gelten einige Schwachstellen als kritisch.

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Patchday Microsoft: Wer Mails via Outlook empfängt, lebt gefährlich

Wer Edge, Internet Explorer, Microsoft Office, Outlook oder Windows nutzt, sollte sicherstellen, dass Windows Update den Computer aktualisiert hat. In dieser Software von Microsoft klaffen 54 Sicherheitslücken, die der Konzern an diesem Patchday geschlossen hat. Davon gelten 14 als "kritisch", 38 Sicherheitsupdates stuft Microsoft als "wichtig" ein. Das von zwei Lücken ausgehende Risiko gilt als "moderat".

Am kritischsten gilt eine Schwachstelle in Outlook. Nutzen Angreifer diese aus, sollen sie Schadcode aus der Ferne ausführen und die Kontrolle über Computer übernehmen können. Die Lücke soll sich vergleichsweise einfach ausnutzen lassen. Angreifer müssen lediglich eine Mail mit einer präparierten Datei im Anhang an ein Opfer schicken.

In diesem Fall muss ein Opfer die Datei nicht mal öffnen, es reicht, wenn eine Vorschau der Mail im Preview Pane erscheint. Anschließend kommt es zu einem Speicherfehler und die Weichen für die Ausführung von Schadcode sind gestellt.

Zum erfolgreichen Ausnutzen einer zweiten Lücke in Outlook soll der alleinige Empfang einer speziell vorbereiteten Mail ausreichen, warnt Microsoft. Anschließend können sich Angreifer höhere Rechte verschaffen.

Im Internet Explorer und Edge klaffen 13 kritische Lücken. Wollen Angreifer an diesen erfolgreich ansetzen, müssen sie Opfer auf präparierte Webseiten locken. Im Anschluss kommt es zu einem Speicherfehler in der Scripting Engine und der Ausführung von Schadcode steht nichts mehr im Wege. Auf diesem Weg soll sich auch eine Schwachstelle der StructuredQuery-Komponente von Windows und Windows Server ausnutzen lassen.

Der Windows-Kernel erhält Updates für zehn Sicherheitslücken. Damit Angreifer diese ausnutzen können, müssen sie lokalen Zugriff haben und eine Applikation auf anvisierten Computern laufen lassen. Klappt das, können Angreifer beispielsweise Informationen auslesen oder sich höhere Rechte erschleichen.

Auch Microsoft Office bekommt diesen Monat Sicherheitsudpates. Für einen erfolgreichen Übergriff müssen Opfer jedoch eine von Angreifern verbreitete Datei mit Office oder WordPad öffnen.

Microsoft stellt Informationen über die gepatchten Sicherheitslücken im Security Update Guide bereit. Allerdings ist die Auflistung alles andere als übersichtlich. Eine viel besser aufbereitete Liste findet sich zum Beispiel im Patchday-Blog-Artikel von Ciscos Talos-Team.

Microsoft hat sein Telemetrie-Analyse-Tool Windows Analystics erweitert. So können Admins nun unternehmensweit den Status von Computer in Bezug auf Schutzmaßnahmen gegen die CPU-Lücken Meltdown und Spectre prüfen. Dafür liest das Tool die Status von AV-Scannern, Firmware und Windows Update aus und präsentiert die Ergebnisse in einer Übersicht. Derzeit soll der Firmware-Check nur mit Intel-CPUs funktionieren.

Die aktuelle Version von Windows Analytics kann man von Windows 7 bis Windows 10 mit aktuellem Patch-Level nutzen. (des)

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