Patches bügeln kleinere Fehler im Sicherheits-Tool Desinfec't aus

Die c't-Redaktion hat verschiedene Bugs in Desinfec't 2016 ausgemerzt. Davon profitiert auch die aktuelle Version Desinfec't 2016/17.

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In das Sicherheits-Tool Desinfec't 2016 und die aktuelle Version Desinfec't 2016/17 haben sich verschiedene Fehler eingeschlichen, die die c't-Redaktion nun mit Updates aus dem Weg räumt. Dafür müssen Nutzer keinen Finger krümmen: Die Patches installieren sich nach dem Booten bei einer bestehenden Internetverbindung automatisch.

Startet Desinfec't von DVD, müssen sich die Updates jedoch jedes Mal aufs Neue installieren, da der Aktualisierungs-Prozess nicht auf den abgeschlossenen Datenträger schreiben kann. Ein weiterer Grund, einen Desinfec't-USB-Stick zu erzeugen: Neben den Viren-Signaturen speichert dieser nämlich auch die Updates und das Sicherheits-Tool ist selbst auf Computern ohne Internet-Verbindung stets auf dem aktuellen Stand.

Die Fehler sind ärgerlich, betreffen aber keine Kern-Funktionen von Desinfec't und man kann auch ohne Fixes mit den vier Viren-Scannern von Avira, ClamAV, Eset und Kaspersky problemlos auf Viren-Jagd gehen.

Auf die Fehler haben uns dankenswerterweise Leser per E-Mail und im offiziellen Desinfec't-Forum hingewiesen. Einige Nutzer berichteten von Problemen beim Upload von Viren-Funden zum Analyse-Service VirusTotal. Nun klappt das Hochladen problemlos.

Desinfec't 2016/17 liegt der aktuellen Ausgabe des Sonderheftes c't Security als Heft-DVD bei.

Auch beim Aktualisieren der Schädlings-Signaturen hat sich ein kleiner Schnitzer eingeschlichen: Der Update-Prozess behauptete, dass die Lizenz für die Avira-Signaturen bereits am 21. November 2016 abläuft. Das ist nun gefixt und die kostenlosen Signatur-Updates sind für alle kommerziellen Viren-Scanner bis einschließlich Juni 2017 und bei Desinfec't 2016/17 bis einschließlich Oktober 2017 inklusive.

Einige Leser wiesen uns auf Fehlalarme des ESET-Scanners hin. Das liegt aber nicht an ESET, sondern an einer fehlerhaften Implementierung unsererseits. Dabei wurden Archive nicht vollständig gescannt und landeten fälschlicherweise als Viren-Fund in der Ergebnisliste. Das passiert nun nicht mehr.

Wer Desinfec't von DVD bootet, konnte das Experten-Tool dc3dd zum Löschen von Festplatten nicht starten. Auch dieses Problem löst ein Patch.

Bei Desinfec't 2016/17 hat sich zudem ein Schnitzer beim Booten von Desinfec't-USB-Sticks auf UEFI-Systemen eingeschlichen. Die Updates schaffen aber nicht nur Fehler beiseite, sondern verbessern auch die Bedienung: So gestaltet sich nun die Auswahl der zu scannenden Laufwerke intuitiver.

Bei Desinfec't 2016/17 handelt es sich um eine brandneue Version, die Ubuntu 16.0.4.1 LTS als Betriebssystem-Unterbau hat; bei Desinfec't 2016 kommt noch Ubuntu 14.0.4 LTS zum Einsatz. So gibt sich das Sicherheits-Tool noch kompatibler und unterstützt eine breitere Palette von Hardware-Komponenten: Desinfec't 2016/17 startet also auf noch mehr Computern. Die aktualisierte Version liegt dem aktuellen Sonderheft c't Security als Heft-DVD bei.

Das kann man mit Desinfec't machen:

(des)