Persönliche Daten von 55 Millionen philippinischen Wählern geleakt

Hacker haben die komplette Datenbank der philippinischen Wahlkommission COMLEC erbeutet und im Internet veröffentlicht; berichten Sicherheitsforscher.

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(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Symbol)

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Die Philippinen verzeichnen das derzeit weltweit größte Datenleck im Zusammenhang mit Regierungsbehörden: Unbekannte Hacker veröffentlichten die Datenbank der philippinischen Wahlkommission COMLEC. Diese beinhaltet persönliche Daten von 55 Millionen im In- und Ausland lebenden registrierten Wählern. Das berichtet Trend Micro in einer Mitteilung, die heise Security vorliegt.

Bereits im März sollen Hacker die Wahlkommission erfolgreich attackiert haben. Die Gruppe habe die Regierung gewarnt, die Wahlmaschinen besser abzusichern. Das ist offensichtlich nicht passiert. Denn eine zweite Hackergruppe hat Zugriff auf die Wähler-Datenbank bekommen, erläutern die Kryptologen. Technische Details zum Übergriff sind aktuell nicht bekannt.

Trend Micro zufolge finden sich in den Datensätzen die Passnummern von 1,3 Millionen im Ausland lebenden Philippern. Darüber hinaus wurden auch 15 Millionen elektronisch gespeicherte Fingerabdrücke veröffentlicht.

Über die gehackte Webseite soll auch der Zugriff auf die Echtzeit-Stimmenauszählung gegeben sein. Nun wird befürchtet, dass die Wahlergebnisse der am 9. Mai anstehenden Präsidentschaftswahlen auf diesem Weg manipulierbar sind. (des)