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Problematische Windows-Updates: Workarounds für Schwierigkeiten mit virtuellen Netzwerkkarten

Zwei Windows-Updates beeinträchtigen unter Windows 7 und Windows Server 2008 R2 die Netzwerkfunktionen von virtuellen Maschinen. Nun gibt es offizielle Lösungen.

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Problematische Windows-Updates: Workarounds für Schwierigkeiten mit virtuellen Netzwerkkarten

Die seit Anfang dieser Woche verteilten Windows-Updates KB4088875 und KB4088878 sorgen unter verschiedenen Versionen von Windows 7 und Windows Server 2008 R2 für Probleme mit virtuellen Netzwerkkarten. Das haben nun Microsoft und VMware bestätigt und bieten Workarounds an.

Das Problem ist, dass Windows mit den installierten Updates existierende virtuelle Netzwerkkarten (vNIC) ersetzt, dabei jedoch nicht die IP-Konfigurationen mitnimmt. Als Folge daraus kommt keine Verbindung zustande. Beim Einsatz von VMwares ESXi kann das beispielsweise bei VMXNET3 der Fall sein.

Zwei Lösungswege

Im Beitrag von VMware zur Problematik zeigt der Software-Hersteller auf, wie Betroffene die Verbindung im Geräte-Manager von Windows reparieren können. Dafür muss man alle verwaisten virtuellen Netzwerkverbindungen löschen. Die NIC-Treiber und aktive virtuelle Netzwerkkarte darf man aber nicht entfernen. Die aktive NIC muss nun noch die korrekte IP-Adresse erhalten.

Microsoft bietet für die Reparatur ein VBS-Skript an. Wer dieses nutzen will, sollte vorab sicherheitshalber den Registry-Eintrag HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Enum\PCI sichern, rät Microsoft. Anschließend fügt man den Code aus Microsofts Beitrag in eine Textdatei ein und ändert die Dateiendungvon von .txt in .vbs. Das Skript soll auch aus einer virtuellen Maschine heraus funktionieren. Mitunter muss man den Computer zweimal neu starten, damit der Fix funktioniert.

VMware betont, dass der Fehler in Windows liegt und sie mit einem Patch nichts ausrichten können. Somit ist Microsoft in der Pflicht.

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(des)