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Safari mit neuen Funktionen und weniger Lücken

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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: In der Leseliste speichert man interessante Webseiten zur späteren Ansicht.

Apple hat Version 5.1 seines Safari-Browsers für Windows und Mac OS X 10.6 veröffentlicht. Mit dem Update führt der Hersteller die Leseliste ein, in der man Webseiten zum späteren Lesen vormerken kann. Öffnet man eine der Webseiten, verschwindet der Eintrag aus der Liste der ungelesenen Seiten.

Eine neue Prozessarchitektur soll für eine verbesserte Stabilität sorgen. Zudem kann man Safari nun mit den bei der letzten Sitzung geöffneten Webseiten starten. Der Menüpunkt "Datenschutz" erleichtert die Verwaltung der von Safari gesammelten Cookies, einschließlich der sogenannten Flash-Cookies (Flash Local Shared Objects).

Auch für Entwickler hat sich etwas getan: So hat Apple unter anderem die CSS3-Unterstützung ausgebaut und das Caching von Mediendateien im Application Cache nach dem HTML5-Standard eingeführt. Entwicklern von Erweiterungen stehen nun einige neue APIs zur Verfügung, die etwa Popovers und Menüs ermöglichen.

Außerdem schließt das Update gleich 58 Schwachstellen, von denen mindestens 12 kritisch sind und somit zum Einschleusen von Schadcode missbraucht werden können. Dies kann etwa beim Besuch einer Webseite passieren, in die eine präparierte XML-Datei eingebettet ist, die einen Heap-Überlauf in der Bibliothek libxml provoziert. Weitere kritische Lücken hat Apple in den Komponenten CFNetwork, ColorSync, CoreFoundation, CoreGraphics, International Components for Unicode, ImageIO und der Rendering-Engine WebKit geschlossen.

Für Nutzer von Mac OS X 10.5 hat Apple ein gesondertes Update herausgegeben, das die Versionsnummer 5.0.6 trägt. Es beinhaltet die Sicherheitsverbesserungen, jedoch keine neuen Funktionen. Das gestern veröffentlichte Mac OS X 10.7 Lion bringt Safari 5.1 bereits mit.

Unterdessen warnt Adobe, dass die aktuelle Versionen der Acrobat- und Reader-Plugins unter Mac OS noch nicht kompatibel zu Safari 5.1 sind. Kunden, die auf die erweiterten PDF-Funktionen wie digitale Signaturen, das Rechtemanagement oder 3D-Inhalte angewiesen sind, empfiehlt Adobe, weiterhin auf eine ältere (und damit verwundbare) Safari-Version unter Mac OS X 10.6 zu setzen. Zur Anzeige der meisten PDF-Dateien genügt indes auch der in Safari integrierte Viewer. (rei)