Menü
Security

Safer Internet Day: Mehr Aufmerksamkeit für Online-Sicherheit

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 17 Beiträge

Der heutige Dienstag ist Safer Internet Day. In mehreren Ländern Europas sollen an diesem Tag Menschen aller Altersgruppen dazu bewegt werden, der Sicherheit von PC, Internet, Smartphone und Co. mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Auf Initiative der Europäischen Kommission will das 1999 gestartete Safer Internet Programm die Medienkompetenz bei Kindern, Eltern und Lehrern fördern und sie für Gefahren im Netz sensibilisieren.

Klicksafe hat zum Safer Internet Day eine neue Broschüre für Eltern von Kindern im Alter von vier bis acht Jahren herausgebracht.

In Deutschland koordiniert die Online-Plattform klicksafe.de die nationalen Aktivitäten – ganzjährig eine gute Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer, die sich mit dem Thema "Neue Medien und Sicherkeit" auseinandersetzen wollen. Zum Safer Internet Day neu erschienen ist dort die kostenlose Broschüre "Spielen und Lernen: Online sein", die sich an Eltern von Kindern im Alter von vier bis acht Jahren richtet.

Schwerpunkt bei Klicksafe in diesem Jahr ist Rechtsextremismus im Netz. Rechtsextreme setzen verstärkt auf das Netz und soziale Netze, um ihr Gedankengut zu verbreiten und um junge Leute anzusprechen. Dem will Klicksafe heute mit einer Aktion begegnen: Jedermann ist aufgerufen, unter dem Motto "Kein Netz für Rechtsextreme!" Statements gegen Rechtsextremismus bei Facebook, auf Twitter, auf seinem Blog oder seiner Website zu veröffentlichen. Bei Klicksafe finden sich auch Materialien zum Thema.

Ein gewissen Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten können Jugendschutzprogramme bieten. Ekkehard Mutschler, Jugendmedienschutzbeauftragter des Deutschen Kinderschutzbundes weist allerdings darauf hin, "dass technischer Jugendmedienschutz im Internet schnell an seine Grenzen stößt und nur ein Hilfsmittel sein kann. Eltern müssen ihre Kinder weiterhin im Umgang mit dem Internet begleiten." Einen aktuellen Test von Jugendschutzsoftware finden Sie in der kommenden c't 5/13, die ab dem 11. Februar am Kiosk erhältlich sein wird.

Ein weiteres wichtiges Thema für Kinder und Jugendliche ist das Thema Cybermobbing. Nach einer Umfrage der Niedersächsischen Landesmedienanstalt NLM sind etwa 15 Prozent der 12- bis 19-Jährigen davon betroffen. Etwa drei Viertel der rund 4000 monatlichen Anfragen auf der Beratungsplattform juuuport.de drehen sich um Cybermobbing. Das besondere an der von der NLM betriebenen Plattform: Hier beraten keine Erwachsenen, sondern Gleichaltrige, was die Einstiegsschwelle senkt. Im Rahmen des Safer Internet Day dürfen erstmals auch Eltern auf der sonst für junge Leute reservierten Onlineplattform ihre Fragen zu Internetthemen loswerden.

Für rechtliche Themen, etwa Abofallen, Abzocke, oder auch das Urheberrecht, hat am heutigen Dienstag der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland eco eine Hotline eingerichtet. Von 10:00-12:00 Uhr und von 16:00-18:00 Uhr stehen unter der Telefonnummer 0221/700048-166 und -167 Experten für Anrufe zur Verfügung. Die Experten-Sprechstunde ist kostenfrei, es entstehen keine über die Telefonkosten hinausgehenden Gebühren. Außerdem können zwischen 8:00 Uhr und 00:00 Uhr Fragen auch per E-Mail an sid2013@eco.de gestellt werden. Die Aktion bietet laut eco Raum für allgemeine Fragen, eine Einzelfallrechtsberatung ist nicht möglich.

Die zahlreichen Veranstaltungen in diesem Jahr am 5. Februar stehen unter dem Motto: "Online Rights and Responsibilities" (Online – Rechte und Pflichten). Die Verbraucherzentralen richten ihr Hauptaugenmerk auf die Gefahr massenhafter Datenverarbeitung, der sogenannten "Big Data". Problematisch sei es, wenn Daten aus unterschiedlichen Quellen verknüpft werden. Dadurch könnten aus ursprünglich anonymen Daten Erkenntnisse über Menschen gewonnen werden. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz und der Branchenverband Bitkom veranstalten eine Konferenz zu dem Thema. (jo)