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Samsung Galaxy S10: Wenn die Schwester die Gesichtserkennung austrickst

Ein Video, ein Bild oder sogar die Schwester: Die Gesichtserkennung des Galaxy S10 von Samsung lässt sich leicht überlisten.

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Fußballfans protestieren in Karlsruhe gegen ein Testprojekt zur automatischen Gesichtserkennung in Fußballstadien.

(Bild: dpa, Uli Deck/Symbolbild)

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Wer das neue Galaxy S10 von Samsung entsperren möchte, hat mehrere Möglichkeiten: PIN natürlich, Fingerabdruck oder etwa Gesichtserkennung. Aber gerade mit der Gesichtserkennung sollte man vorsichtig sein, vor allem, wenn man Geschwister hat. Die Seite Android Police hat mehrere Fälle zusammengetragen, in denen Leute das neue Samsung-Smartphone ausgetrickst haben.

So hat Dan Seifert von The Verge sein Gesicht aufgenommen und das Video auf einem anderen Handy abgespielt. Das reichte dem S10 völlig aus und ließ den Videoersteller auf die Smartphone-Inhalte zugreifen. Auch Lewis Hilsenteger von Unbox Therapy konnte mit einem simplen Video die Gesichtserkennung austricksen. Wer also sein Gesicht für ein Online-Video schon einmal in eine Kamera gehalten hat, sollte auf das Feature eher verzichten und lieber eine PIN verwenden.

Das Samsung Galaxy S10 lässt sich mit einem Video austricksen

Dass es noch einfacher geht, zeigte ein Autor für die italienische Tech-Seite Smart World. Er verwendete kein Video, sondern ein Bild auf einem anderen Handy, um das Galaxy S10 auszutricksen.

Es muss sogar nicht einmal dieselbe Person sein: Entwicklerin Jane Wong hat sich das S10+ von ihrem Bruder gegriffen und mit ihrem eigenen Gesicht entsperrt. Auf Twitter hat sie den Vorgang beschrieben. Zuvor konnte ihr Bruder das Handy sogar mit geschlossenen Augen entsperren.

Standardmäßig aktiviert Samsung einen Schnellmodus für die Gesichtserkennung und weist daraufhin, dass das Feature zulasten der Sicherheit geht. Allerdings hatte mindestens der Autor von Smart World das Feature deaktiviert, berichtet Android Police.

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Vertrauen in die Gesichtserkennung von Samsung schaffen diese Vorfälle nicht. Gerade wer Geschwister hat (und ihnen nicht vertraut), sollte die Gesichtserkennung lieber nicht verwenden. Immerhin könnten clevere Werbe-Experten von Samsung nun eine neue Familienfunktion anpreisen – oder die Einfachheit des Entsperrvorgangs betonen: 'So simpel, es funktioniert sogar mit geschlossenen Augen'. Getreu dem Motto It's not a bug, it's a feature.

Samsung Galaxy S10e, S10 und S10+ (18 Bilder)

Update vom 11. März: In einer Stellungnahme per Mail empfiehlt Samsung, den Fingerabdruck-Scanner des S10 zu verwenden:

"Die Gesichtserkennung des Samsung Galaxy S10 ist eines von mehreren Features, um das Smartphone zu entsperren. Für eine erhöhte Sicherheit bei der Zugriffskontrolle empfehlen wir den neuen, im Display integrierten Ultraschall-Fingerabdrucksensor zu verwenden. Hierbei kann das Smartphone mit dem physischen Fingerabdruck des Nutzers entsperrt werden." (str)