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Security

Sicherheitslösungen für die Fabrik der Zukunft

Wer seine Systeme vernetzt, öffnet auch einen möglichen Angriffsweg für Hacker und Datendiebe. Daher wird Industrie 4.0 auf der Hannover Messe auch verstärkt als Herausforderung für die Sicherheit der Unternehmens-IT gesehen.

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Sicherheitslösungen auf der Hannover Messe

TrendMicro zeigt einen Angriff gegen Industriesysteme wie die Steuerung dieses Roboters.

Ein weiteres Mal hat sich die Hannover Messe der Industrie 4.0 und damit der verstärkten Vernetzung von Industrieanlagen und Maschinen verschrieben. Noch werden vor allem die Vorteile der Vernetzung beschworen, aber auch zu den zusätzlichen Risiken durch Cyber-Sabotage und Datendiebstahl gibt es auf der Messe Informationen und Lösungen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik listet in seiner Broschüre zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland allein sechs verschiedene Szenarien für konkrete Angriffe auf deutsche Unternehmen im Jahr 2014. Der Sicherheitsspezialist TrendMicro spricht im Interview mit der c't sogar davon, dass praktisch jedes Unternehmen, das Sicherheitslösungen bezieht, auch angegriffen wird. Am Stand von IT Dienstleister Atos (Halle 7, C04) spricht man davon, dass die Angst vor Angriffen ein maßgebliches Hemmnis für die durchgehende Vernetzung bei vielen Unternehmen ist.

Komplette Sicherheit will kein Anbieter versprechen. Für Teilbereiche werden auf der Messe aber Lösungen präsentiert. So lässt die Fernwartungs-Lösung von GeNUA (Halle 8, D25) nur dann einen Zugriff aus der Ferne zu, wenn auch ein Bediener im Unternehmen die Verbindung autorisiert. Bei Cloud-Anbieter Eurotech (Halle 8, A26/1) sollen rollenbasierte Zugriffsregeln unberechtigte Zugriffe verhindern.

Konkret wird es bei TrendMicro (Halle 8, D08), die an ihrem Stand einen Roboter durch Malware ausschalten. Mit SafeLock wird der Steuerungsrechner von der Ausführung der Ausführung der Malware abgehalten. SafeLock verhindert Schreibzugriffe auf die Festplatte. Wird über eine Sicherheitslücke Code in eine laufende Software injiziert, kann der Sicherungsmechanismus die Ausführung nicht verhindern. An klassischen Virenscannern führt also auch weiterhin kein Weg vorbei. Außerdem wird im Netzwerkverkehr nach auffälligem Verhalten Ausschau gehalten. Lösungen dafür gibt es dafür gibt es nicht nur von TrendMicro sondern z.B. auch von GeNUA.

Sicherheitslösungen auf der Hannover Messe 2015 (5 Bilder)

Der Stand des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Halle 8, Stand D27.

(pmk)