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Soforthilfe gegen kritische Reader-Lücken

Adobe hat bestätigt, dass kritische Sicherheitslöcher in der aktuellen Version des Reader klaffen. Bis ein Patch bereitsteht, können sich Nutzer durch das Aktivieren einer Sicherheitsfunktion vor Angriffen schützen. Verwundbar ist auch Acrobat.

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Wer mit den aktuellen Versionen des Adobe Reader ein PDF-Dokument öffnet, läuft Gefahr, sich einen Schädling einzufangen. Adobe warnt in einem Advisory vor kritischen Zero-Day-Lücken in seinem PDF-Anzeigeprogramm, die bereits aktiv von Cyber-Kriminellen für Angriffe missbraucht werden. Die Schwachstellen fielen auf, als die Sicherheitsforscher von FireEye eine in den Umlauf gebrachte PDF-Datei untersuchten.

Das speziell präparierte PDF-Dokument nutzt offenbar gleich mehrere Sicherheitslöcher aus, um beim Öffnen einen Schädling auf dem System zu platzieren; Adobe gibt in seinem Advisory zwei CVE-Nummern an. Betroffen sind laut dem Hersteller neben den aktuellen Reader-Versionen auch die aktuellen Ausgaben von Acrobat für Windows und Mac OS X. Ein Patch ist bereits in Arbeit. Wann dieser erscheint, steht derzeit noch nicht fest.

Adobe empfiehlt Windows-Nutzern, die geschützte Ansicht für "Dateien mit potenziell unsicherem Ursprung" zu aktivieren.

Wer die XI-Version (11.x) von Acrobat oder Reader unter Windows nutzt, kann sich laut Adobe bis dahin damit behelfen, indem er die Geschützte Ansicht aktiviert. Im Reader befindet sich diese Option unter Datei\Bearbeiten\Voreinstellungen\Sicherheit (erweitert). Die PDF-Dokumente werden dann in einer Sandbox geöffnet.

Alternativ kann der Nutzer freilich auch zu einem anderen PDF-Viewer greifen. Wer ohnehin Google Chrome auf seinem Rechner hat, kann ihn mit einem kleinen Trick auch als Standard-Anzeigeprogramm für PDFs einspannen. (rei)