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Security

Spendenaufruf: Alternative Webdienste von Riseup.net vor dem Aus

Das Anarchokollektiv Riseup.net bietet von Mailkonten bis zu Chatservern eine Vielzahl verschlüsselter und privater Webdienste. Weil die aber kostenlos sind, ist das Projekt in Finanznot und ruft nach Spendern.

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Spendenaufruf: Alternative Webdienste von Riseup.net vor dem Aus

Der alternative Mail- und VPN-Anbieter Riseup.net ist in schwere Geldnot geraten: Bereits im nächsten Monat seien die vorhandenen Mittel aufgebraucht, heißt es in einer Mitteilung des Anbieters, hinter dem ein Kollektiv von Aktivisten und ehrenamtlichen Helfern steht. Es sei zu Hardware-Ausfällen gekommen, das Spendenaufkommen sei gesunken und zugleich sei die Nutzerzahl der kostenlos angebotenen Dienste erheblich gestiegen.

Zur Angebotspalette des 1999 gegründeten Kollektivs gehören neben Mailkonten auch Mailing-Listen, XMPP-Chatserver und Online-Kollaborationstools wie Etherpad. Riseup.net bezeichnet sich selber als "radikale Alternative“ und hat sich die Förderung "alternativer Graswurzel-Technik“ auf die Fahnen geschrieben – den Nutzern will es dabei mit Datensparsamkeit und Verschlüsselung größtmögliche Privatsphäre verschaffen. Der Weg der Vermarktung von Nutzerdaten, den andere Gratisdienste zur Monetarisierung einschlagen, ist da natürlich keine Option.

Wenn jeder Nutzer nur einen US-Dollar spenden würde, wäre die akute Krise bewältigt, heißt es in der Mitteilung. Damit das Projekt langfristig Zukunft hat, müssten sich aber auch mindestens fünf Prozent der Nutzer zu monatlichen Spenden bereit finden. Laut dem Security-Blogger Graham Cluley, der ebenfalls zur Spende aufruft, laufen aktuell rund 150.000 E-Mailkonten und 18.000 Mailinglisten über den Anbieter.

Willige Spender aus Deutschland können zum Beispiel über die Kryptowährung Bitcoin, per Paypal, über einen Flattr-Button oder per konventioneller Überweisung an ein Konto bei der GLS-Bank Geld geben, wie die Spenden-Webseite erklärt. (axk)

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