Stimme statt Passwort

Wenn es nach Nuance geht, werden Zahlungsvorgänge künftig mit der Stimme autorisiert. In einem Video demonstriert das Unternehmen, wie das funktionieren soll.

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Von
  • Ronald Eikenberg

Wenn es nach dem Spracherkennungsspezialisten Nuance geht, muss man sich künftig keine Passwörter mehr merken. Stattdessen soll die Stimme den Zugriff auf geschützte Bereiche eröffnen. Die Technik namens Dragon ID soll zuverlässig genug arbeiten, um damit Zahlungsvorgänge zu autorisieren, wie es der Hersteller, der auch für die Diktiersoftware Dragon Dictate bekannt ist, in einem Video präsentiert.

Statt mit Plastik oder Metall soll man künftig mit der Stimme zahlen, wenn es nach Nuance geht.

Statt mit Bargeld oder Bezahlkarten zu handeln, zahlt die Frau in dem Video im Vorbeigehen, indem sie den Satz "My Voice is my password" in ihr Android-Smartphone diktiert. Darüber hinaus versucht sich die App offenbar noch als persönliche Assistenz; vergleichbar mit der Siri-Funktion des iPhone 4s, zu der Nuance Gerüchten zufolge bereits die Spracherkennungskomponente beisteuert.

Während man bei Siri eine Taste drücken muss, ehe die Spracherkennung startet, wartet Dragon ID offenbar auf ein Zauberwort: liegt das Smartphone etwa auf dem Nachttisch, kann man den Assistenten mit einem "Hello Dragon" aufrufen. Darüber hinaus erwähnt Nuance eine Sesam getaufte Funktion, durch die mehrere Nutzer persönliche Einstellungen (etwa Verknüpfungen und Hintergrundbilder) auf dem Gerät hinterlegen können. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn sich mehrere Nutzer ein Tablet teilen.

Wann aus Dragon ID ein fertiges Produkt wird und welche Plattformen unterstützt werden sollen, ist noch unklar. Anscheinend versucht Nuance derzeit seine Technik an Hersteller von Smartphones und Unterhaltungselektronik zu lizensieren. (rei)