Studie: Suche nach Screensavern führt am häufigsten auf gefährliche Webseiten

In Deutschland finden sich bei Verwendung der Suchbegriffe "schüler.vz" und "dsds" auf Suchmaschinen am häufigsten dubiose Links in den Ergebnissen.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Die Suche nach Screensavern im Internet ist eine ziemlich gefährliche Angelegenheit – zu diesem Schluss kommt McAfee in seiner aktuellen Studie "The Web’s Most Dangerous Search Terms" (PDF-Dokument). Demnach ist das Risiko, bei der Suche nach Bildschirmschonern – die heutzutage sowieso eher als Stromfresser agieren denn eine nützliche Funktion zu erfüllen – über öffentlich verfügbare Suchmaschinen auf eine präparierte Webseite zu stoßen, am höchsten. Rund 60 Prozent der dazugehörigen Suchergebnisse sollen in Zusammenhang mit gefährlichen Webseiten stehen. In Deutschland ist die Verwendung der Suchbegriffe "schüler.vz" und "dsds" (Deutschland sucht den Superstar) am riskantesten. Insgesamt hat McAfee 2658 Schlüsselwörter und Sätze mit 413.368 URLs korreliert.

Kriminelle machen sich seit langem Suchmaschinen zunutze, um Anwender auf ihre Webseiten zu lenken und dort etwa den PC durch eine Lücke im Browser zu infizieren. Um möglichst in den vorderen Rängen der Suchergebnisse zu landen, nutzen sie wie legitime Websites auch Search Engine Optimization SEO) und in einigen Fällen sogar Search Engine Marketing (SEM), also das Bezahlen für die Einblendung von Anzeigen.

Neben dem Begriff "screensaver" führt laut Studie auch "free" häufiger auf bösartige Seiten als andere Schlüsselwörter. Unter den Suchergebnissen für "free music downloads" finden sich etwa 21 Prozent mit Links zu dubiosen Seiten. Allgemein soll auch die Suche nach Liedertexten (lyrics) riskanter sein, die Suche nach Gesundheitsbegriffen sei laut Bericht mit dem geringsten Risiko verbunden. (dab)