Südkorea: Angriffe auf Netzwerke von TV-Sendern und Banken

Die Behörden Südkoreas untersuchen den Ausfall der Netzwerke dreier TV-Sender und zweier Banken. Eine Cyberattacke sei wahrscheinlich, Urheber und Ausgangspunkt allerdings unklar.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die Computernetzwerke von drei größeren Fernsehsendern und zwei Banken in Südkorea sind am Mittwoch lahmgelegt worden. Die Polizei untersuche alle möglichen Ursachen, einschließlich eines Cyberangriffs von außen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap.

Das Präsidialamt in Seoul überprüfe auch die Möglichkeit einer Attacke aus dem kommunistischen Nachbarland Nordkorea. Bislang lägen aber keine Ergebnisse über Urheber und Ausgangspunkt der Attacken vor. Laut der Nachrichtenagentur sind die Computersysteme der Sender KBS und MBC, des Nachrichtenkanals YTN sowie der Banken Shinhan und Nonghyup betroffen.

Bislang sind Regierungs-Netzwerke nicht von den Attacken berührt, das südkoreanische Militär hat aber seinen "Information Surveillance Status" um einen Punkt angehoben. Südkoreanische Provider gehen auf jeden Fall von einer Cyber-Attacke aus, da ein gleichzeitiger Ausfall der Netzwerke bei drei Sendern und zwei Banken sehr unwahrscheinlich sei. Südkorea hat Nordkorea bereits mehrmals vorgeworfen Cyber-Attacken gegen Netzwerke des Landes zu führen. Nordkorea hat diese Anschuldigungen immer zurückgewiesen. (jk)