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Security

TalkTalk-Kunden werden über TeamViewer-Zugänge angegriffen

Nicht genug, dass die Daten der TalkTalk-Kunden im Netz sind: Jetzt werden diese auch noch Opfer von Ganoven. Diese versuchen, über TeamViewer-Zugänge des TalkTalk-Supports in die Rechner der Kunden zu gelangen.

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Hacker

(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Symbol)

Nachdem beim Hackerangriff auf den britischen Provider TalkTalk die Daten von dessen Kunden abgegriffen worden sind, kommt es für die Opfer zum Teil noch dicker: Wie die Nachrichtenseite The Register berichtet, versuchen Angreifer nun, in die Rechner der Kunden einzubrechen. Dabei bedienen sie sich offensichtlich TeamViewer-Installationen auf deren Rechnern. Grundlage ist offenbar keine Sicherheitslücke in TeamViewer, sondern Daten aus dem TalkTalk-Hack.

Eine Kundin gab gegenüber The Register zu Protokoll, der Zugang sei auf Anraten von TalkTalk-Supportmitarbeitern im Jahr 2015 installiert worden. Sie sei von einer Person mit indischem Akzent angerufen worden, die behauptet habe, ein Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens zu sein. Nachdem sich das Opfer geweigert hatte, den Anweisungen des Anrufers zur Behebung angeblicher PC-Probleme folgezuleisten, übernahm dieser kurzerhand selbst die Kontrolle über den Rechner.

Laut The Register will die Konzernführung von TalkTalk die Angriffe zum Thema eines Aufsichtsrats-Treffens machen. Der Konzern hatte bereits massive Gewinneinbrüche aufgrund des Hacker-Angriffes verzeichnen müssen. (fab)