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Telekom sieht zunehmende Angst vor Internet-Kriminalität

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Die Gefahren aus dem Internet stehen für die Menschen in Deutschland auf einer Stufe mit Arbeitslosigkeit und Atomunfällen und liegen noch vor der Angst vor Terroranschlägen und Naturkatastrophen. Das ist eines der Ergebnisse des "Sicherheitsreports 2011" (PDF-Datei), den das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt hat. 70 Prozent der Befragten sahen demnach die Risiken von Datenmissbrauch steigen, je 60 Prozent die Gefahren durch Computerviren und EC-Karten-Betrug. Allensbach hat in diesem Sommer dafür 1751 Menschen im Alter ab 16 Jahren befragt sowie 330 Interviews mit Politikern und Führungskräften aus der Wirtschaft geführt, sogenannten Entscheidern.

Die Rangliste des "Sorgenkatalogs" der Bevölkerung in Deutschland führt die persönliche Angst vor Inflation an. Es folgen Einkommensverlust, lebensbedrohliche Krankheiten und belastete beziehungsweise verunreinigte Nahrungsmittel. Auf den Plätze 6 und 7 stehen Missbrauch persönlicher Daten, über den sich 28 Prozent sehr sorgten, und der unerlaubte Zugriff beispielsweise auf Bankkonten mit Hilfe des Internets, über den sich 27 Prozent "große Sorgen" machen. 46 Prozent der Befragten verzichten daher auf bestimmte Bezahlmethoden im Internet. Gefragt nach der Gefahr für die Gesellschaft sieht jeder zweite Deutsche im Missbrauch von persönlichen Daten sowie Datenbetrug im Internet ein hohes Risiko. 37 Prozent sehen dies für EC-Karten-Betrug und 35 Prozent für Computerviren.

44 Prozent sagten, wir leben heute in einer "besonders unsicheren Zeit".

(Bild: Deutsche Telekom / IfD Allensbach)

Unter den Entscheidern nehmen im Gegensatz zur Bevölkerung die IT-Gefahren mit deutlichem Abstand die Spitzenplätze der Risikoliste ein. Auf den beiden ersten Positionen rangieren Datenbetrug im Internet und Datenmissbrauch, gefolgt von Computerviren und EC-Karten-Betrug. Diese Risiken werden nach Ansicht der Führungskräfte auch in Zukunft weiter zunehmen. Die Sorge vor einer Inflation folgt unter den Entscheidern erst auf Platz 5. T‑Systems-Chef Reinhard Clemens erläutert, laut dem Sicherheitsreport hätten rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen schon IT-Angriffe von außen erlebt.

Vor allem in der Sicht auf den technischen Fortschritt unterscheiden sich die Einschätzungen von Entscheidungsträgern und der Bevölkerung insgesamt. Während die 86 Prozent der Entscheider sagten, der technische Fortschritt bringe mehr Chancen als Risiken mit sich, sahen dies nur 43 Prozent der Bevölkerung so. 34 Prozent der Allgemeinheit gegenüber 6 Prozent der Entscheider sahen mehr Risiken.

Danach gefragt, welche schlechte Erfahrungen sie im Internet gemacht haben, gaben 48 Prozent Spam-Mails an, 39 Prozent Befall des Computers mit Viren und 20 Prozent Belästigung durch E-Mails und andere Mitteilungsformen über soziale Netzwerke. Mitglieder in einem Social Network sind 67 Prozent der 14- bis 19-Jährigen, 60 Prozent der 20- bis 29-Jährigen, 34 Prozent der 30- bis 39-Jährigen, 20 Prozent der 40- bis 49-Jährigen und 10 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. (anw)