Telekom warnt vor Phishing mit persönlicher Ansprache

Die personalisierten Mails enthalten angebliche Rechnungen, die sich als Trojaner entpuppen. Die Gauner haben es wohl auf die Banking-Daten der Opfer abgesehen.

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(Bild: Freeimages)

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  • Fabian A. Scherschel

Die Deutsche Telekom warnt vor gefälschten E-Mail-Rechnungen, die an die Kunden des Unternehmens verschickt werden und Schadcode enthalten. Zum ersten Mal wird hier laut Telekom zum Teil auch die korrekte Ansprache für die Opfer verwendet. Für die Telekom ist damit "eine neue Stufe des arglistigen Täuschens erreicht"; die entsprechenden E-Mails seien auch für aufmerksame Nutzer schwer zu enttarnen.

Nach Erkenntnissen des Bonner Konzerns wird mit dem Spam ein Trojaner verteilt, der es auf die Online-Banking-Daten der Opfer abgesehen hat. Mit genau diesem Szenario hat heise Security im Trojaner-Test in der aktuellen c't Virenwächter auf die Probe gestellt. Keine einzige Antiviren-Software im Test konnte alle Trojaner blockieren. Das zeigt umso deutlicher, wie wichtig es ist, Anhänge an entsprechenden Mails erst gar nicht zu öffnen. Sicherer ist es, ohne auf einen Link zu klicken, selbst den Browser zu öffnen und sich manuell ins Kundencenter der Telekom einzuloggen, um dort die Rechnungen einzusehen.

Die Deutsche Telekom arbeitet nach eigener Aussage an Kriterien, die es Kunden ermöglichen sollen, echte Rechnungen von Fälschungen unterscheiden zu können. Diese Merkmale sollen allerdings erst Anfang 2015 eingeführt werden. (fab)