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Security

US-Verband fordert mehr marktwirtschaftliche Anreize für Cyber-Sicherheit

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Die US-amerikanische Internet Security Alliance (ISA), eine Kooperation des Industrieverbands Electronic Industries Alliance (EIA) und des CyLab der Carnegie Mellon University, fordert weniger Regulierung und mehr marktwirtschaftliche Anreize für Unternehmen, damit die Cyber-Sicherheit verbessert wird. In einem nun veröffentlichten White Paper schreibt die Organisation, die US-Bundesregierung solle sich auf bestehende Standards und bewährte Verfahren besinnen und in ihre Weiterentwicklung investieren.

Das Internet sei ein Teil der nationalen Infrastruktur und solle aufgrund der wechselseitigen Abhängigkeit mit der Ökonomie höchste Priorität genießen. Für die bessere Sicherung existierten bereits Standards, die das Ministerium für innere Sicherheit (DHS) nutzen könnte, um Anreize zu schaffen, anstatt neue Regeln auszuarbeiten. Damit spielt die ISA unter anderem auf den im März vom US-Senat beschlossenen Improving America's Security Act of 2007 an, mit dem Erkenntnisse der Kommission umgesetzt werden sollen, die sich mit den Vorgängen des 11. September 2001 befasst hat. Das Gesetz billigt dem DHS Befugnisse für die Erarbeitung von Standardisierungs- und Zertifizierungsprogrammen zu.

Als ihres Erachtens erfolgreiches Vorbild führt die ISA das in den späten 80er-Jahren von der Regierung und Privatunternehmen gegründete Konsortium SEMATECH vor, das sich der Lösung von Problemen bei der Herstellung von Halbleiterprodukten widmet. Es habe die US-amerikanische Halbleiterindustrie wiederbelebt, schreibt die ISA, und habe auch lange nach Ende der Förderung durch öffentliche Gelder seinen positiven Einfluss behalten. Die ISA regt ein ähnliches Programm an, bei dem Regierung, Bildungsinstitutionen und Wirtschaft zusammenarbeiten, um anfällige Internet-Protokolle mit sicheren zu ergänzen. Auf dieser Basis könne die Hardware, auf der das Internet aufbaut, wesentlich verbessert werden. (anw)