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Security

Unbekannte bieten 33 Millionen E-Mail-Adressen feil

Das könnte die nächste Spam-Welle auslösen: Unbekannte bieten per E-Mail mehrere Millionen Mailadressen von deutschen Providern zum Kauf an. Angeblich handelt es sich um 100 Prozent gültige Adressen.

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Die Angebots-E-Mail ist in einwandfreiem Deutsch formuliert. Der Jabber-Server, der als Kontakt angegeben wird, ist in der Ukraine registriert.

Unbekannte bieten momentan 33,3 Millionen E-Mail-Adressen, hauptsächlich von deutschsprachigen Domains, zum Kauf an. Das Angebot wurde offensichtlich im großen Stil per E-Mail verschickt und beziffert den Preis für eine Million E-Mail-Adressen mit 800 Euro. Die angeblich zum Kauf stehenden Adressen stammen von Providern wie GMX, Web.de, Yahoo, Google Mail und der Telekom. Über 6 Millionen Adressen stammen von .de-Domains die nicht zu den großen Mailanbietern gehören.

Die E-Mail wurde heise Security von mehreren Lesern zugespielt und verspricht, dass alle 33,3 Millionen Adressen gültig sind. Bei dem Angebot scheint es sich nur um die eigentlichen E-Mail-Adressen zu handeln, nicht ebenso um die dazugehörigen Passwörter. Käufer der Daten nutzten die Adressen mutmaßlich dazu, Spam-Mails zu verschicken. Ob ein Zusammenhang mit den Fällen von millionenfachem Datendiebstahl besteht, welche das BSI im Januar und April aufgedeckt hatte, ist unklar. Es ist allerdings denkbar, dass der Verkäufer aus dem Medieninteresse an dem Datenleck Kapital schlagen will. (fab)