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Unklarheiten um Hackerangriff auf iranische Ölindustrie

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Server des iranischen Ölministeriums wurden von Malware befallen – das ist die einzige bisher gesicherte Information über das, was iranische Nachrichtenagenturen als "Cyberangriff" auf den Ölexport des Landes bezeichnen.

Zuerst wurde vermeldet, am 22. April sei ein Hackerangriff auf das Steuersystem eines Terminals zur Verladung von Rohöl auf der Insel Khark vereitelt worden. In Folge des Angriffs waren die Web-Server des Ölministeriums vorübergehend nicht mehr erreichbar.

Später war nicht mehr von einem Angriff aus dem Internet die Rede, sondern von einem Malware-Befall. Zuerst waren die Server von einem Wurm lahm gelegt worden; spätere Berichte nennen als Ursache einen Virus namens "Wiper". Frühzeitig war zu lesen, die Hauptserver seien von den befallenen Systemen abgekoppelt worden, um die Verbreitung der Malware zu blockieren. Später hieß es dann, die Hauptserver seien grundsätzlich von den allgemeinen Systemen getrennt und deshalb nicht bedroht gewesen.

So oder so hat die Malware aber anscheinend Daten gelöscht; einem Bericht zufolge sogar Mainboards beschädigt. In jedem Fall seien keine relevanten Daten gefährdet gewesen, da der Datenbestand regelmäßig gesichert wäre. Verluste seien allenfalls bei privaten Dateien von Anwendern zu erwarten.

Die iranische Regierung baut derzeit einen "Obersten Rat des Cyberspace" auf, um Gefahren aus dem Netz zu begegnen. Das Land dementierte vor kurzem, seine Bürger komplett vom Internet abschotten zu wollen. (ghi)