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Vorsicht vor neuen Porno-Erpresser-Mails

Als Druckmittel behaupten Betrüger, E-Mail-Accounts von Opfern gehackt zu haben, um Geld zu erpressen.

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Vorsicht vor neuen Porno-Erpresser-Mails

(Bild: WorldSpectrum)

Eine neue Variante von Porno-Erpresser-Mails ist aufgetaucht. Allgemein schüchtern Kriminelle in dieser Art von E-Mails Empfänger damit ein, dass sie behaupten, Opfer beim Besuch von Erotik-Websites mittels einer Spionagesoftware gefilmt zu haben. Wird der geforderte Geldbetrag nicht gezahlt, drohen die Betrüger damit, die Videos zu veröffentlichen.

Um die Glaubwürdigkeit zu steigern, haben Kriminelle in der Vergangenheit aus Hacks erbeutete persönliche Daten wie Passwörter oder Telefonnummern in solche Mails eingebaut. Nun spoofen die Betrüger Mail-Adressen von Opfern und erwecken somit den Eindruck, Zugriff auf den Mail-Account zu haben. In diesem Fall sieht es so aus, als sei die Mail von der Adresse des Opfers verschickt worden. Das berichtet die IT-Newsseite Bleeping Computer.

Derzeit sollen die Mails nur mit englischen und holländischen Texten in Umlauf sein. Es ist aber davon auszugehen, dass sie demnächst auch in deutscher Sprache auftauchen – das war in der jüngsten Vergangenheit bei anderen Mails dieses Typs auch der Fall.

Der Betreff der neuen Porno-Erpresser-Mails lautet: "Mailadresse des Opfers 48 hours to pay". Mit dem alleinigen Empfang einer solchen Mail passiert erst einmal nichts. Wer eine derartige Nachricht bekommt, sollte sie direkt löschen und auf keinen Fall bezahlen. Dabei handelt es sich um leere Drohungen; bislang ist kein Fall bekannt, in dem Täter ein Video aufgezeichnet haben.

Die Masche ist durchaus erfolgreich, die Drahtzieher haben in der Vergangenheit mehr als 50.000 Euro damit eingenommen. Auch im Zuge dieser Kampagne sind bereits über 6000 Euro auf dem Bitcoin-Konto der Betrüger eingegangen.

[UPDATE 15.10.2018 16:00 Uhr]

Mittlerweile haben sich mehrere Leser bei heise Security gemeldet, die derartige Mails mit deutschem Text erhalten haben. (des)