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Security

Wider die Zensur: CanSecWest expandiert nach Hongkong

China dürfte bald verbieten, im Ausland über IT-Sicherheit zu sprechen. Die kanadische Security-Konferenz CanSecWest expandiert daher im Juni nach Hongkong: Die AsiaSecWest wird dreisprachig.

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Skyline bei Nacht

Hongkongs Skyline bei Nacht

(Bild: gemeinfrei)

Am 6. und 7. Juni findet in Hongkong erstmals die Security-Konferenz AsiaSecWest statt. Damit reagiert Veranstalter Dragos Ruiu, der auch die kanadische CanSecWest und die japanische PacSec ausrichtet, auf zunehmende Einschränkungen in der Volksrepublik China. China stehe davor, seinen Einwohnern zu untersagen, im Ausland über IT-Sicherheit zu veröffentlichen. Für Hongkong dürfte dieses Verbot aber nicht gelten. Alle Unterlagen der Konferenz werden dreisprachig, Chinesisch, Englisch und Russisch sein; auch die Vorträge werden simultan gedolmetscht.

Dragos Ruiu auf der CanSecWest 2018 in Vancouver, Kanada

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Schon jetzt hätten chinesische IT-Forscher zunehmend Probleme, Ausreisegenehmigungen zu bekommen, wenn sie im Ausland vortragen möchten. Die Reisegenehmigungen nach Hongkong seien jedoch leicht zu erhalten, sagte Ruiu im Gespräch mit heise security. Gleichzeitig sei es für Bürger sehr vieler anderer Staaten einfach, nach Hongkong einzureisen. Hauptsponsoren der AsiaSecWest werden Tencent und Microsoft.

"Wir verwenden alle die selbe Hardware, weltweit. Wir haben alle die selben Probleme", betonte Ruiu vergangene Woche auf der CanSecWest in Vancouver, "Dass Sicherheitsforscher miteinander reden, sollte über jeder Politik stehen. Je mehr sie mit einander sprechen, umso besser für uns alle." Wer auf der AsiaSecWest vortragen möchte, kann sich ab sofort bei dem Veranstalter melden. (ds)