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Wo du warst, verrät, wer du bist

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Ein Online-Test, der das Geschlecht seiner Nutzer ermitteln soll, demonstriert einmal mehr, dass Browser mehr über ihre Benutzer verraten, als mancher denkt. Der Test macht sich die bereits seit längerem bekannte Tatsache zunutze, dass sich mit ein wenig JavaScript feststellen lässt, ob der User in letzter Zeit bestimmte Sites besucht hat oder nicht.

Der Trick ist ganz einfach: Das Script erstellt einen versteckten IFrame und schreibt in diesen die Links von Sites wie Yahoo, YouTube, ICQ und so weiter hinein. Der Browser stellt dabei die bereits besuchten URLs anders dar als jene, die der User noch nicht aufgesucht hat. Diese Eigenschaft der Links im IFrame kann das Script auslesen. Heise Security hatte darüber bereits vor über einem Jahr berichtet; ein frei verfügbares Skript demonstriert das Verfahren für Social Networking Sites.

Die eigentliche Ermittlung des Geschlechts anhand der besuchten Sites erfolgt anhand einer kruden Formel und liefert somit auch keine wirklich aussagekräftigen Ergebnisse. Wer den Test selber durchführen will, sollte beachten, dass dieser in seiner aktuellen Form den Browser für mehrere Minuten blockieren kann.

Tatsache ist, dass die History des Browsers einiges über einen Surfer verrät, das viele Firmen interessieren dürfte. So hat beispielsweise Xerox ein Patent für User Profile Classification By Web Usage Analysis angemeldet. Es ist somit nicht auszuschließen, dass Webseiten diese und ähnliche Techniken bereits heute einsetzen, um mehr über ihre Besucher zu erfahren. (ju)