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Wurm dringt in virtuelle Spielewelt "Second Life" ein

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Fast wirkt es wie eine Kreuzung aus Neal Stephensons "Snow Crash" und Michael Crichtons "Prey": Die virtuelle Online-Welt "Second Life" ist von einem digitalen Wurm attackiert worden, wie der Betreiber Linden Labs in seinem Blog schreibt. Der Grey Goo genannte Wurm (in Anlehnung an einen von Nanobots herbeigeführten hypothetischen Weltuntergang) soll Nutzerberichten zufolge rotierende goldene Ringe in der Spielewelt platziert haben. Wie der Wurm sich genau weiter verbreitete, ist nicht beschrieben. Angeblich soll dazu die Interaktion der Spieler mit den Ringen erforderlich gewesen sein.

Grey Goo soll dabei eine erhebliche Last auf den Datenbanken der Spielewelt erzeugt haben, in dessen Folge sich sämtliche Aktivitäten in der virtuellen Realität verlangsamten. Linden Labs sperrte daraufhin für eine halbe Stunde alle Logins, um die Welt vom Wurm und den Ringen zu befreien.

Virtuelle Welten boomen derzeit im Internet. Rund 14.000 deutsche Spieler sind zum Beispiel im "Second Life" als Bewohner registriert. Sogar eine eigene Boulevard-Zeitung aus dem Axel-Springer-Verlag wird in der Welt verlegt: Das Internet-Portal Bild.T-Online will ab Dezember wöchentlich ausführlich über das Leben im populären Pixelland berichten. Auch IBM engagiert sich in virtuellen Welten und hat bereits das erste Alumni-Treffen von IBM-Mitarbeitern und Ehemaligen in Second Life ausgerichtet

Siehe dazu auch:

(dab)