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Security

c't Trojaner-Test: Die alten fangen sie alle

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Der für die aktuelle Ausgabe des c't magazins durchgeführte Trojaner-Test attestiert den Virenschutzprogrammen eine hervorragende Leistung: Alle 16 Programme blockierten 100 Prozent der Trojaner, wenn diese über eine Woche alt waren. Wer seine E-Mail allerdings sofort öffnet, muss aufpassen.

Der Test extrahierte sofort beim Eintreffen Trojaner unter anderem aus den Heise-Mailboxen und führte diese dann mutwillig auf Windows-Rechnern mit installierter Antiviren-Software aus. Geschah dies mit einem zeitlichen Versatz von mehreren Tagen, konnten die Wächter eine Infektion zuverlässig verhindern. Im Echtzeitbetrieb trennte sich dann jedoch die Spreu vom Weizen und insbesondere die Antiviren-Programme von AVG, Panda und Microsoft ließen einen beträchtlichen Teil der Trojaner ungehindert passieren.

Trojaner, die älter als eine Woche waren, konnten alle Programme zuverlässig abwehren. Die neueren wurden anhand von Ähnlichkeit grob in Familien eingeteilt; sie konnten in vielen Fällen die Testrechner erfolgreich infizieren.

Sehr gute Schutzwirkung bescheinigte der Test den Viren-Wächtern von Avira, McAfee und Symantec; Eset, Kaspersky und Avast schützten noch gut. Diese sechs Programme hat c't dann auch auf ihre Bedienbarkeit untersucht. Interessant war auch, dass die kostenlosen AV-Programme im Trojaner-Test quasi identisch zu den jeweiligen kostenpflichtigen Internet-Security-Suiten des gleichen Herstellers abschnitten.

Nicht unbedingt Vorbilder in Sachen Bedienbarkeit: McAfee und Avast.

Die Tricks, mit denen die Trojaner-Autoren ihre Opfer zum Öffnen der Datei-Anhängen verleiten, sind mittlerweile so abgefeimt, dass auch erfahrene Anwender darauf herein fallen. Wer also seine Mail vor dem Lesen nicht grundsätzlich erst eine Woche liegen lassen kann, sollte seinen Virenschutz mit Bedacht wählen. Den vollständigen Test finden Sie in c't 5/2013, die Abonnenten ab dem heutigen Samstag in ihrem Briefkasten vorfinden und ab Montag am Kiosk erhältlich ist. (ju)