iOS-Trojaner: Chinesische Hackerattacke auf Hongkongs Demonstranten

Ein Sicherheitsunternehmen hat in Hongkong einen hochentwickelten Trojaner entdeckt, der Android und iOS angreift. Offenbar stammt er aus China und richtet sich gegen die Demonstranten, die in der Metropole aktuell für mehr Demokratie protestieren.

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Mit einem seltenen Trojaner für Mobiltelefone haben vermutlich chinesische Hacker die prodemokratischen Demonstranten in Hongkong angegriffen. Die Spionagesoftware befalle nicht nur Android-Handys, sondern könne auch das Apple-Betriebssystem iOS infizieren, berichtete das US-Sicherheitsunternehmen Lacoon Mobile Services am Dienstag. Die Angreifer könnten damit "praktisch alle Informationen" wie E-Mails, Kurznachrichten, Adressbücher, Anrufdaten, Benutzernamen oder Passwörter lesen.

Ein Link zu dem mobilen Trojaner (mRAT) sei als vermeintliches Programm zur besseren Koordination der Proteste über Whatsapp verbreitet worden. Es seien allerdings nur Apple-Geräte betroffen, die einem Jailbreak unterzogen wurden. Plattformübergreifende Trojaner seien selten, was auf "eine sehr große Organisation oder eine Nation" als Urheber hindeute, hieß es.

Mit Malware gegen die Proteste?

(Bild: Citobun, CC BY-SA 4.0 )


Da die Software auch chinesischsprachig sei und auf die Demonstranten in Hongkong ziele, vermuten die Experten eine Verbindung zu den Cyberaktivitäten chinesischer Regierungsstellen. Die "Xsser mRAT" getaufte Schadsoftware sei besonders fortschrittlich und der erste chinesische Trojaner, der auch iPhones angreifen könne. (mho)